Seikai no Senki III
Seikai no Senki III - Episode 1: Die Wiedervereinigung der Sterne
Einblendung
| Typesetting: | 956. Jahr imperialer Zeitrechnung, Monat Sokar, 12.Tag |
|---|
Eröffnungs-Sequenz - der Aufklärungsflug von Ekuryua und Jinto:
| Ekuryua: | Noch fünf Minuten bis zum Erreichen der Grafschaft Hyde. |
|---|---|
| Ekuryua: | Einleiten der Trennung der Raum-Zeit-Blase in einer Minute. |
| Generic: | Trennung der Raum-Zeit-Blase durchgeführt. |
| Ekuryua: | Noch eine Minute bis zum Eindringen in den Sord Hyde. |
| Ekuryua: | Beschleunigen. |
| Jinto: | Äh, Moment mal... |
| Ekuryua: | Und los geht's! |
| Ekuryua: | Noch 30 Sekunden bis zum Eindringen. |
| Jinto: | Müssen wir unbedingt so rasen? |
| Sobaash: | Ihr Knochengerüst dürfte dafür nicht stabil genug sein. |
| Jinto: | Also das hat sie damit gemeint... |
| Ekuryua: | Noch 20 Sekunden. |
| Ekuryua: | 10... |
Ekuryua genießt diesen Flug sichtlich:
| Jinto: | Ob Ekuryua das etwa aus Spaß macht? |
|---|---|
| Ekuryua: | ...9... |
| Ekuryua: | ...8... |
| Ekuryua: | ...7... |
| Ekuryua: | ...6... |
| Ekuryua: | ...5... |
| Ekuryua: | ...4... |
| Jinto: | Sieht ganz so aus! |
| Ekuryua: | ...3... |
| Ekuryua: | ...2... |
| Ekuryua: | ...1... |
| Ekuryua: | Hinein! |
Auf der anderen Seite des Sord ist der Gegner allerdings bestens vorbereitet:
| Pilot: | Feindliches Aufklärungs-Shuttle aus Sord Hyde! |
|---|---|
| Generic: | 4588 üethdagh, 0.03 Lichtsekunden. |
4588 üethdag sind 458.8 km, 0.03 Lichtsekunden sind 9000 km; eines von beiden ist die Entfernung, aber das andere?
| Pilot: | Alles bereit zum Abfangen. |
|---|---|
| Generic: | Das ist doch blanker Selbstmord, was die da veranstalten... |
| Jinto: | Wir fliegen ja direkt darauf zu! |
| Jinto: | Ausweichen! |
Ende von Ekuryuas Kamikaze-Flug.
Einblendung: Vorgeschichte
| Erzaehler: | In ferner Zukunft... |
|---|---|
| Erzaehler: | Der galaktische Krieg zwischen den beiden Rassen der Menschheit trat gerade in eine neue Phase ein. |
| Erzaehler: | Im Jahr 956 imperialer Zeitrechnung begann die Sternenflotte mit der Durchführung der Operation "Hunter",... |
| Erzaehler: | ...um die verbliebenen feindlichen Flotten in isolierten Territorien der Vereinigten Menschheit zu vernichten. |
| Erzaehler: | In einem dieser Territorien wurden Captain Lafiel und Jinto vom Angriffsschiff Basroil... |
| Erzaehler: | ...in einen Machtkampf um die Kontrolle über den Exilplaneten Lobnas II verwickelt. |
| Erzaehler: | Doch dank einer Verzweiflungsaktion von Admiral Spoor gelang es ihnen, zu entkommen. |
| Erzaehler: | Nach seiner dramatischen Rettung auf Lobnas II beschloss Jinto, seine Militärlaufbahn zu unterbrechen... |
| Erzaehler: | ...und gemeinsam mit Lafiel das Hyde-System anzusteuern,... |
| Erzaehler: | ...um die Regierung in seiner während der Operation "Hunter" zurück eroberten Heimat zu übernehmen. |
Im Raumschiff: Jinto klebt seiner Katze Diaho ein Pflaster aufs Hinterteil.
| Jinto: | So, das wär's. |
|---|---|
| Jinto: | Das ist wirklich eines der sieben Mysterien der Abh: |
| Jinto: | Wieso haben sie noch keine geruchlose Katzensalbe erfunden? |
Lafiel räumt gerade die Bordapotheke in einen Schrank und erklärt:
| Lafiel: | Eine solche Salbe würde die Katze einfach weglecken. |
|---|---|
| Lafiel: | Deshalb wird ein Geruchsstoff hinzugefügt, den Katzen nicht mögen. |
Jinto riecht prüfend an seinem Finger und meint:
| Jinto: | Wieso gibt man der Salbe nicht einfach einen schlechten Geschmack? |
|---|
Denn der behandelnde Arzt wird die Salbe sicherlich eher an seine Finger bekommen als an seine Zunge.
| Lafiel: | Die Salbe, die du gerade aufgetragen hast, schmeckt bitter. |
|---|---|
| Jinto: | Also ich finde den Geschmack eher salzig als bitter. |
| Lafiel: | Katzen können ihn jedenfalls nicht ausstehen. |
| Jinto: | Echt? |
Jinto besteht darauf, dies auszuprobieren: Er hält seinen salbenverschmierten Finger Diaho direkt unter die Nase - und diese reagiert nicht gerade erfreut darüber:
| Jinto: | Autsch... meine Nase! |
|---|---|
| Lafiel: | Dummkopf. |
Titeleinblendung:
| Typesetting: | Seikai no Senki |
|---|---|
| Typesetting: | Kriegsflagge der Sterne |
| Typesetting: | Lakh Beugrana |
| Typesetting: | Zufällige Begegnung der Sterne |
Datum und Ort des Geschehens:
| Erzaehler: | Monat Sokar, 5.Tag, 7:22 Uhr |
|---|---|
| Erzaehler: | Leicht bewaffneter Passagier-Transporter Borkbylsh, 10. Reisetag |
Jinto beobachtet das Katzenweibchen mit seinen drei verschiedenfarbigen Jungen, die an den Zitzen ihrer Mutter saugen:
| Jinto: | Dass die ausgerechnet in solchen Zeiten eine Familie gründen... |
|---|---|
| Jinto: | Jetzt möchte ich sie gar nicht mehr fortgeben. |
| Jinto: | Also dann... |
Jinto wendet sich seinem auf dem Tisch stehenden Frühstück zu:
| Jinto: | Komm schon, du bekommst auch dein Frühstück. |
|---|
Diaho blickt jedoch sehnsüchtig zu seiner Familie hinüber:
| Jinto: | Jetzt iss schon. |
|---|---|
| Jinto: | Und benimm dich. |
| Jinto: | Sonst kratzt sie dich gleich nochmal. |
Die Tür öffnet sich, und Lafiel stürzt atemlos ins Zimmer:
| Lafiel: | Jinto! |
|---|---|
| Lafiel: | Die Blume blüht gerade auf. |
Jinto achtet kaum auf ihre Worte - er freut sich erst mal, seine Freundin überhaupt zu sehen:
| Jinto: | Hallo, Lafiel. Guten Morgen. |
|---|---|
| Jinto: | Hast du schon gefrühstückt? |
| Lafiel: | Noch nicht. |
| Jinto: | Wollen wir zusammen frühstücken? |
Lafiel ist verwirrt, wiederholt aber ihr Botschaft:
| Lafiel: | Ich sagte, die Blume blüht gerade auf. |
|---|---|
| Jinto: | Ich hab's gehört. |
| Lafiel: | Wieso sitzt du dann noch hier und isst? |
| Jinto: | Wieso? Weil ich noch nicht fertig bin. |
Lafiel (die für Jinto extra dessen Lieblingsblume "überwacht" hatte, um ihm eine Freude zu machen, ist enttäuscht:
| Lafiel: | Dummkopf. |
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Jinto kapiert immer noch gar nichts:
| Jinto: | So schnell wird diese Blume ja wohl nicht verwelken. |
|---|---|
| Jinto: | Wieso also diese Hektik? |
| Lafiel: | Ich dachte, es wäre deine Lieblingsblume. |
Jinto springt auf:
| Jinto: | Ach, diese Blume meinst du!? |
|---|
Das klassische Kommunikationsproblem: Lafiel meinte, der Kontext wäre klar, aber Jinto war mit seinen Gedanken ganz woanders.
| Jinto: | Das hättest du mir gleich sagen sollen. |
|---|
Bereits auf dem Gang protestiert Lafiel:
| Lafiel: | Meinst du etwa, ich wäre extra in dein Quartier gekommen, um dir zu sagen, dass irgend eine andere Blume blüht? |
|---|
Die beiden haben den Aufzug erreicht:
| Jinto: | Stimmt auch wieder. |
|---|---|
| Jinto: | Ich bin gerade erst aufgewacht, mein Gehirn ist noch nicht voll einsatzfähig. |
Lafiel lässt ihrem Freund diese Entschuldigung nicht durchgehen:
| Lafiel: | Lüg mich nicht an. |
|---|---|
| Lafiel: | Du begreifst doch nie etwas. |
Jinto versucht, sich irgendwie zu verteidigen:
| Jinto: | Also wenn du das jetzt erst merkst, spricht das auch nicht gerade für dich. |
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Aber Lafiel hat für alles eine Erklärung:
| Lafiel: | Na ja, ab und zu verhältst du dich erstaunlicherweise ziemlich normal. |
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Und sie fällt ihr abschließendes Urteil:
| Lafiel: | Wenn du darauf bestehst, so schwer von Begriff zu sein, muss ich mich wohl damit abfinden. |
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Denn die Prinzessin liebt diesen Trottel nun mal! Und der muss mit diesem Urteil leben:
| Jinto: | Du bist ganz schön gnadenlos. |
|---|
Bei der Blume angekommen erkennt Jinto sofort:
| Jinto: | Zu spät. |
|---|---|
| Jinto: | Sie ist bereits voll aufgeblüht. |
Lafiel beäugt das Objekt von Jintos Begeisterung misstrauisch:
| Lafiel: | Also ich finde sie nicht beeindruckend. |
|---|
Einmal mehr beantwortet Jinto eine Beleidigung mit einem Kompliment:
| Jinto: | Ich deine Offenheit dafür umso mehr. |
|---|---|
| Jinto: | Aber... |
| Jinto: | ...diese Blume ist am schönsten, wenn sie gerade aufblüht. |
| Jinto: | Die meisten Leute schauen sich Blumen an, nachdem sie bereits aufgeblüht sind,... |
| Jinto: | ...aber mein Volk sieht Blumen am liebsten, während sie aufblühen. |
| Jinto: | Und dann sind sie wunderschön. |
| Lafiel: | Genau deshalb habe ich mir ja die Mühe gemacht, diese Blume die ganze Zeit über zu kontrollieren. |
Und endlich begreift Jinto, dass er vor allem seiner Lafiel (die sich mit dieser Kontrolle viel Mühe gemacht hat!) die Freude vermasselt hat, ihn glücklich machen zu können:
| Jinto: | Tut mir leid. |
|---|---|
| Lafiel: | Wird sie noch einmal blühen? |
| Jinto: | Klar doch. |
Nein, Jinto - das wird sie nicht. Versuche nie, die Zukunft vorherzusagen, solange Diaho in der Nähe ist...
| Lafiel: | Das beruhigt mich. |
|---|
Jintos Blick klebt derweil an einer anderen, ihn berauschenden Schönheit:
| Lafiel: | Was ist los, Jinto? |
|---|---|
| Lafiel: | Wieso starrst du mich so an? |
Jinto schämt sich seiner offenen Verehrung nicht:
| Jinto: | Weißt du das immer noch nicht? |
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Die burschikose Lafiel hat so ihre Probleme mit direkten Komplimenten:
| Lafiel: | Dummkopf... |
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In diesem Moment piepst der Kommunikator an Jintos Handgelenk:
| Iestesyr: | Euer Exzellenz, es geht los. |
|---|---|
| Iestesyr: | Ich dachte, Sie wären bereits im Konferenzraum. |
| Jinto: | Tut mir leid. |
| Jinto: | Bin schon unterwegs. |
Jinto muss also arbeiten; mehr der Form halber fragt er Lafiel:
| Jinto: | Möchtest du mitkommen? |
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Zu seiner Verwunderung sagt Lafiel sofort zu:
| Lafiel: | Selbstverständlich. |
|---|---|
| Lafiel: | Immerhin repräsentiere ich die kaiserliche Familie Clyuve. |
Jinto ist besorgt, dies seine Freundin nicht zumuten zu können:
| Jinto: | Aber es ist ein ganz normales Meeting. |
|---|---|
| Jinto: | Du wirst dich schrecklich langweilen. |
Aber die weicht nicht von seiner Seite:
| Lafiel: | Daran sind wir Abriels gewöhnt. |
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Jinto findet sich also damit ab und kommentiert Lafiels Entscheidung mit einem lockeren Spruch:
| Jinto: | Das hätte ich beinahe vergessen. |
|---|---|
| Jinto: | Es ist erschreckend, sich auch nur vorzustellen, wieviel Anstrengung deine Familie darauf verwendet hat, sich daran zu gewöhnen. |
Das klingt ein wenig, als würde Jinto die Abriels als notorische Faulenzer bezeichnen! Lafiel reagiert etwas gereizt darauf:
| Lafiel: | Was genau willst du damit andeuten? |
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Jinto versucht, sich in ein Kompliment zu retten:
| Jinto: | Äh... ich meinte nur, dass es ganz schön schwierig sein muss, über ein ganzes Imperium zu herrschen. |
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Die wahrheitsliebende Lafiel bleibt misstrauisch:
| Lafiel: | Das hast du dir doch gerade aus den Fingern gesaugt. |
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Jinto versucht, Lafiel zu beruhigen, und legt seine Hände auf ihre Schultern:
| Jinto: | Das bildest du dir nur ein. |
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Lafiels Verdacht, an der Nase herumgeführt zu werden, verdichtet sich - aber sie lässt es ihrem Jinto für diesmal durchgehen:
| Lafiel: | Dein Glück, dass wir sofort zu diesem Meeting müssen. |
|---|---|
| Lafiel: | Sonst würde ich dir jetzt ordentlich die Hammelbeine langziehen. |
| Jinto: | Dann haben solche Meetings also doch ihr Gutes. |
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Diese kleinen Sticheleien zwischen Lafiel und Jinto sind immer wieder erfrischend!
Doch in seinem Inneren verbirgt Jinto viel weniger oberflächliche Gedanken:
| Jinto: | Ich darf mir nichts vormachen. |
|---|---|
| Jinto: | Mich auf dieser Reise zu begleiten ist ganz sicher das langweiligste Ereignis deines ganzen Lebens. |
| Jinto: | Aber das scheint dich nicht zu stören. |
| Jinto: | Du wirst ja auch viel länger leben als ich. |
| Jinto: | Ich bin froh über jede Minute, die wir gemeinsam verbringen können. |
| Jinto: | Trotzdem fühle ich mich nicht wohl, wenn ich an meine Freunde denke, die in diesem Moment auf dem Schlachtfeld kämpfen müssen. |
Schnitt: Die Borkbylsh (mit Lafiel und Jinto an Bord) passiert den Sord Ilysr.
| Notiz: | Sord = Hyperraum-Tor |
|---|---|
| Ekuryua: | Noch 10 Sekunden bis zum Durchqueren des Sord Ilysr. |
| Ekuryua: | 8... |
| Ekuryua: | ...7... |
| Ekuryua: | ...6... |
| Ekuryua: | ...5... |
| Ekuryua: | ...4... |
| Ekuryua: | ...3... |
| Ekuryua: | ...2... |
| Ekuryua: | ...1... |
| Ekuryua: | Durchgang. |
| Stasyr: | Durchgang abgeschlossen. |
Schnitt: Captain Soobash leitet den Testflug des ersten Exemplars eines neuen Schiffstyps.
| Erzaehler: | Derselbe Tag, 7:57 Uhr, Lakfakalle (Hauptstadt des Imperiums) |
|---|
Yatesyr ist mit dem Einsatz vollauf zufrieden:
| Yatesyr: | Meinen Glückwunsch, Captain. |
|---|
Soobash (eine der reichsten Abh des Universums!) spöttelt:
| Sobaash: | Heben Sie sich diese Worte auf bis zu meiner offiziellen Krönungszeremonie. |
|---|
Dabei hätte sie tatsächlich theoretisch Chancen auf den Kaisertitel, wie in einer früheren Episode erwähnt wurde.
Zurück zum Kommandoton - noch läuft der Einsatz:
| Sobaash: | Hauptantrieb stoppen! |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Hauptantrieb wird gestoppt. |
| Sobaash: | Pilot Yatesyr, eine Verbindung zum Kommandant der Ersten Zertrampel-Schwadron im Militär-Hauptquartier. |
| Yatesyr: | Zu Befehl. |
Ekuruya, Soobashs Kollegin von der Barsroil, ist in die strategischen Planungen noch nicht eingeweiht:
| Ekuryua: | "Zertrampel-Schwadron"? |
|---|---|
| Sobaash: | So heißt diese neu in Dienst gestellte Einheit. |
| Sobaash: | Sobald die Erste Zertrampel-Schwadron offiziell ins Leben gerufen wurde, werden wir ein Teil davon werden. |
| Stasyr: | "Zertrampel-Schwadron" heißt sie also? Ziemlich beeindruckender Name, finde ich. |
| Sobaash: | Dann wäre es doch eine Schande, wenn der Name das einzig Beeindruckende an ihr wäre. |
| Stasyr: | Keine Sorge. |
| Stasyr: | Diese Angriffs-Fregatte ist ein ausgezeichnetes Schiff. |
| Stasyr: | Ich war schon immer der Meinung, dass eine Fregatte ohne Zusatzlast an Minen viel einfacher zu manövrieren sein müsste. |
| Sobaash: | Wenn der Erste Offizier und Kanonier dieses Schiffs so etwas sagt, dann will das etwas heißen. |
| Yatesyr: | Captain! |
| Yatesyr: | Die Verbindung zum Hauptquartier steht. |
| Yatesyr: | Die Kommunikation erfolgt um 2.7 Sekunden verzögert. |
Von dieser Verzögerung merken wir im nachfolgenden Dialog allerdings nichts - 2.7 Sekunden wären eine ganze Menge.
| Sobaash: | Angriffs-Fregatte Flicauv hat ihren Testflug abgeschlossen und den Raumhafen erreicht. |
|---|---|
| Sobaash: | Wir erwarten ihre Befehle, Kommandant Atosuryua. |
| Atosuryua: | Gute Arbeit, Captain Sobaash. |
Ingenieur Samson hat das Militär verlassen - und hat in Jinto einen neuen Arbeitgeber gefunden:
| Erzaehler: | Derselbe Tag, 8:11 Uhr, Industrie-Metropole Baide |
|---|---|
| Samson: | Du hast abgemustert? |
| Paveryua: | Du doch auch, Boss. Wieso wundert es dich dann bei mir? |
| Samson: | Na gut. Aber wieso? |
| Paveryua: | Ich möchte wieder mit dir zusammen arbeiten. |
| Paveryua: | Bitte stell mich ein. |
| Samson: | Also echt... so etwas klärt man, bevor man aus dem Militärdienst ausscheidet. |
| Paveryua: | Wenn du mich nicht nimmst, suche ich mir etwas anderes. |
| Paveryua: | Leute mit meinen Qualifikationen sind zurzeit sehr gefragt. |
| Samson: | Ich kann mir nicht vorstellen, dass dir irgendwer etwas Besseres bieten wird als die Sternenflotte. |
Ein weiblicher Fuß rutscht auf einer Dose aus - eine nette Slapstick-Einlage von Seelnay, deren Auftritt kurz bevorsteht.
| Paveryua: | Wenn einem sein Leben lieb ist, dann sind die Jobs dort gar nicht mehr so toll. |
|---|---|
| Paveryua: | Und ich hänge nun mal an meinem Leben. |
| Samson: | Wieso bist du dann überhaupt zur Sternenflotte gegangen? |
| Paveryua: | Hätte ich ja nie getan, wenn ich geahnt hätte, dass ein Krieg ausbrechen würde. |
| Samson: | Hm, bei mir war's ähnlich... |
| Paveryua: | Und was hat dich dazu gebracht, der Vasall des kleinen Jungen... äh, von Graf Hyde zu werden? |
| Samson: | Ich wollte schon immer eine Farm auf irgendeinem ruhigen Planeten betreiben. |
| Paveryua: | Stimmt, ich erinnere mich. |
| Paveryua: | Ich dachte, du würdest inzwischen massenhaft Kuhmist produzieren. |
| Samson: | Ich denke, bei der Erschließung einer neuen Provinz kann ich etwas für den Betrieb meiner eigenen Farm lernen. |
| Paveryua: | Und ich dachte, du machst es wegen der Knete. |
| Samson: | Ums Geld ging es mir überhaupt nicht. |
| Samson: | Aber über mein Gehalt kann ich mich auch nicht beschweren. |
| Paveryua: | Kann ich mir gut vorstellen. |
Das hohe Gehalt hat allerdings seinen guten Grund:
| Samson: | Andererseits: Einen Job in einer so neuen Provinz anzunehmen ist auch nicht jedermanns Sache. |
|---|---|
| Paveryua: | Stimmt auch wieder. |
Nun legt Paveryua seine Karten auf den Tisch:
| Paveryua: | Ich habe gehört, du suchst Leute für den Aufbau einer Fabrik zur Herstellung von Antimaterie-Treibstoff. |
|---|---|
| Samson: | Du scheinst gut informiert zu sein. |
| Paveryua: | Das heißt aber doch, dass ich genau das zu bieten habe, was in der Grafschaft Hyde dringend gebraucht wird. |
Paveryua hat sein Blatt gut ausgereizt - und Samson sieht ein, dass er seinen Ex-Untergebenen nicht herunterhandeln kann:
| Samson: | Also gut. |
|---|---|
| Samson: | Wir machen ein Einstellungsgespräch. |
| Samson: | Das können wir gleich beim Mittagessen erledigen. |
| Paveryua: | Einstellungsgespräch? Wieso das den? |
| Paveryua: | Glaubst du, du erfährst in 10 Minuten irgendwas über mich, was du nicht schon längst weißt? |
| Samson: | Na ja, ich bin jetzt Angestellter, ich habe meine Anweisungen. |
Seelnay und ihre Kolleginnen sind die ganze Zeit umhergelaufen, um Samson zu finden - als sie den letzten Teil des Gesprächs (und den Namen "Hyde") mitgehört haben, überwindet Seelnay ihre Zweifel und spricht den Mann an:
| Seelnay: | Entschuldigen Sie bitte... |
|---|---|
| Seelnay: | Sind Sie Samson-san, der für die Hyde-Familie arbeitet? |
| Samson: | Stimmt genau. |
| Samson: | Der Verwalter des Hauses Hyde, Samson Borgh Tiruser Tirusec, steht zu Ihren Diensten. |
Seelnays Begleiterinnen hatten sich Samson deutlich anders vorgestellt und tuscheln:
| Alisa: | Sonst ist hier doch niemand, deshalb dachte ich, er müsste es sein... |
|---|---|
| Grieda: | Kaum zu glauben... er sieht aus, als würde er Katzen essen. |
Seelnay sorgt per Rippenstößen für "Ruhe im Karton" und fährt fort:
| Seelnay: | Ich bin die Generaldirektorin von Seelnay & Co., mein Name ist Fegdakpek Seelnay. |
|---|---|
| Seelnay: | Wie ich gehört habe, besitzen Sie ein Einführungsschreiben Ihrer Hoheit, der Prinzessin. |
Womit die Verhandlungen eröffnet wären - Jinto und Lafiel haben auch in ihrer Welt im Laufe ihrer Abenteuer den einen oder anderen Fan gewonnen. ;-)
Jinto und Lafiel planen den nächsten Schritt ihrer Reise; der Abh Iestesyr (offenbar der zuständige Beamte zur Klärung des Lage in Hyde) hört zunächst schweigend zu.
| Lafiel: | Das bedeutet, unser Aufenthalt in der Grafschaft Borash wird länger dauern? |
|---|---|
| Lafiel: | Ich dachte, wir würden hier nur den Treibstoff auffüllen. |
| Jinto: | Habe ich dir das nicht erzählt? |
| Lafiel: | Hast du nicht. |
| Lafiel: | Also, warum müssen wir hier bleiben? |
| Jinto: | An diesem Ort hier... |
"... bin ich viele Jahre lang zur Schule gegangen und habe dabei ein paar Freunde gewonnen." Doch Lafiel vermutet etwas Anderes:
| Lafiel: | Sag nicht, es ist, weil wir uns hier das erste Mal getroffen haben. |
|---|---|
| Lafiel: | Es wäre mir echt peinlich, das zu hören. |
An Jinto ziehen die Erinnerungen an seine erste Begegnung mit Lafiel vorbei...
| Jinto: | Keine Sorge. |
|---|---|
| Jinto: | So etwas zu sagen wäre mir noch viel peinlicher. |
| Jinto: | Also, es ist so: |
| Jinto: | Derctu auf Borash ist eine Art zweite Heimat für mich. |
| Lafiel: | Wir bleiben also aus persönlichen Gründen hier? |
| Jinto: | Ja, das auch. |
| Jinto: | Aber ich möchte hier auch ein paar Vasallen in meine Dienste nehmen. |
| Lafiel: | Ich dachte, Ingenieur Samson kümmert sich in der Hauptstadt darum? |
| Jinto: | Ja, Samson-san wirbt ebenfalls Vasallen an, aber solche mit technischen Spezialkenntnissen. |
|---|---|
| Jinto: | Was ich hier suche, das sind Leute für die Verwaltung. |
Lafiel schwört auf Leute aus ihrer Heimat:
| Lafiel: | Die solltest du lieber in Lakfakalle suchen. |
|---|
Jinto ist sich allerdings darüber im Klaren, dass Abh auf seinem Planeten nicht gern gesehen wären:
| Jinto: | Am besten wäre es, Leute von meinem Heimatplaneten Martine dafür zu bekommen. |
|---|---|
| Jinto: | Aber angesichts der aktuellen Lage dort ist daran nicht zu denken. |
| Lafiel: | Deshalb solltest du die Provinzregierung auffordern, zu kapitulieren. |
| Jinto: | Würde ich ja tun, wenn ich glaubte, dass es etwas bringt. |
| Lafiel: | Wenn es nicht funktioniert, kannst du immer noch nach Borash zurückkehren. |
| Jinto: | Das ist wahr. |
Nun hat Iestesyr einen Vorschlag zu machen:
| Iestesyr: | Wenn ich mir dazu eine Bemerkung erlauben dürfte... |
|---|---|
| Iestesyr: | Ich würde Euer Exzellenz empfehlen, die Rückkehr in sein Herrschaftsgebiet bis auf Weiteres aufzuschieben. |
| Jinto: | Wieso? |
| Iestesyr: | Die Situation dort ist derzeit kaum überschaubar. |
| Iestesyr: | Es wäre besser, wenn ich dorthin reisen und Euch einen genauen Lagebericht liefern würde. |
| Jinto: | Ich habe gehört, sie fordern ihre Unabhängigkeit... |
| Iestesyr: | Eine ziemlich verschrobene Idee, finde ich. Kaum vorstellbar, dass sie das ernst meinen. |
Das hätte er besser nicht sagen sollen; Lafiel schaut hinüber zu Jinto, aber der nimmt diese Herabsetzung seines Volkes (dem Iestesyr unterstellt hat, es wäre nicht in der Lage, ohne Hilfe von außen zu existieren!) relativ gelassen hin:
| Jinto: | Die Grafschaft Hyde ist 200 Jahre lang recht gut ohne Fremdherrschaft ausgekommen. |
|---|
Iestesyr sieht seinen Fehler sein:
| Iestesyr: | Verzeihung... Sie haben natürlich Recht. |
|---|---|
| Jinto: | Es sollte also kaum Auswirkungen haben, wenn sie von ihren Handelsverbindungen abgeschnitten würden. |
| Lafiel: | Wenn das so ist, wieso lassen wir sie dann nicht einfach in Ruhe? |
| Lafiel: | Ich sehe keinen Grund dafür, die Sache zu übereilen. |
Lafiel mit den praktisch unbegrenzten finanziellen Mitteln der kaiserlichen Familie nicht - Jinto, der außer seinem Titel als Baron kaum etwas besitzt, dagegen sehr wohl:
| Jinto: | Meine gesamten finanziellen Mittel reichten gerade aus, um dieses Schiff für einen einzigen Tag zu mieten. |
|---|---|
| Jinto: | Würde ich einfach hier bleiben und die Hände in den Schoß legen, dann wäre ich ziemlich schnell bis zur Halskrause verschuldet. |
Lafiel erinnert Jinto an dessen eigentliche Planung (für welche Samson gerade Personal einstellt):
| Lafiel: | Du brauchst doch nur eine Fabrik zur Herstellung von Antimaterie- Treibstoff auf dem Zentral-Stern deines Systems zu errichten. |
|---|
| Lafiel: | Auf Unterstützung durch die Provinz- regierung bist du gar nicht angewiesen. |
|---|---|
| Jinto: | Und ich dachte schon, du würdest mich jetzt damit trösten, dass Geld keine Rolle spielt... |
Lafiel als Nachkömmling des Herrscherhauses einer Rasse, die den Handel im Universum kontrolliert, hat zu Geld eine durchaus pragmatische Einstellung:
| Lafiel: | Das Geld, das mein Vater investiert hat, um die Grafschaft Hyde zu errichten, spielt schon eine Rolle. |
|---|---|
| Lafiel: | Auch wenn es nicht mein eigenes Geld ist. |
Lafiel hat offenbar das Gefühl, genug zu diesem Gespräch beigetragen zu haben - sie steht auf und schaut sich lieber Pflanzen und Tiere hinter einer großen Glasscheibe an.
| Jinto: | Aber eines Tages wirst du sein Nachfolger sein, ja? |
|---|---|
| Lafiel: | Bis dahin wird noch viel Zeit vergehen. |
| Lafiel: | Und vielleicht wird ja auch mein kleiner Bruder die Herrschaft übernehmen. |
Auch Jinto ist zu einem Entschluss gekommen:
| Jinto: | Also dann: Iestesyr-san, würden Sie bitte in die Grafschaft Hyde reisen? |
|---|---|
| Jinto: | In der Zwischenzeit werde ich versuchen, in Borash Vasallen anzuwerben. |
| Iestesyr: | Zu Befehl, Euer Exzellenz. |
Nachdem dies geklärt wäre, fragt er seine Freundin:
| Jinto: | Und was ist mit dir? |
|---|---|
| Lafiel: | Was meinst du damit? |
| Jinto: | Möchtest du mit mir in Borash bleiben? |
| Jinto: | Oder möchtest du dir schon mal meine Heimat ansehen? |
Knochentrocken lässt Prinzessin Lafiel mal wieder einen Spruch vom Stapel:
| Lafiel: | Ich bleibe natürlich bei dir. |
|---|---|
| Lafiel: | Dich kann man ja nicht ohne Aufsicht durch die Gegend laufen lassen. |
Wie immer achtet Jinto nicht auf die Rücksichtslosigkeit von Lafiels Worten:
| Jinto: | Dann werde ich mich mal um die Einreisegenehmigung kümmern. |
|---|
Beide anwesenden Arb versuchen, Jinto diese Amtshandlung abzunehmen:
| Iestesyr: | Also was das betrifft... |
|---|---|
| Lafiel: | Das kann doch ich übernehmen. |
Aber auch Jinto hat seinen Stolz, und schließlich ist er hier zu Hause:
| Jinto: | Kommt nicht in Frage. |
|---|---|
| Jinto: | Das ist meine Aufgabe. |
Kurze Zeit später geht Jinto an die Sprechanlage des Raumschiffs:
| Jinto: | Äh... hier spricht Graf Hyde. |
|---|---|
| Jinto: | Ich denke, ihr alle habe mitbekommen, dass ihr eine Weile ohne mich auskommen müsst. |
| Jinto: | Bis zu meiner Rückkehr übernimmt Ermittler Iestesyr das Kommando dieses Schiffs. |
| Jinto: | Wir befinden uns in einer schwierigen Lage, aber ich vertraue darauf, dass ihr alle euer Bestes geben werdet. |
Jinto ist noch nicht routiniert im Erteilen von Befehlen:
| Jinto: | War das so in Ordnung? |
|---|---|
| Lafiel: | Ich denke schon. |
| Lafiel: | Vermutlich waren sie eh zu beschäftigt, um dir zuzuhören. |
Sehr aufmunternd, diese Kommentare... ein Glück, dass Jinto nicht zu Depressionen neigt...
Die Vartcauv hat ihren Testflug erfolgreich abgeschlossen und steuert ihre Basis in der Reichshauptstadt.
| Yatesyr: | Captain, wir haben Landeerlaubnis in Andockbucht 5. |
|---|---|
| Sobaash: | Na, dann... Geschwindigkeit reduzieren. |
| Erzaehler: | Am selben Tag, in der Spezial-Basis Nr.7022 der Reichshauptstadt |
| FlicauvEngineer: | Zu Befehl. Geschwindigkeit wird reduziert. |
Sobaash erkennt in der Andockbucht bereits ein baugleiches Schiff:
| Sobaash: | So ein Pech. |
|---|---|
| Sobaash: | Ich hatte gehofft, wir wären die Ersten. |
| FlicauvEngineer: | Das ist die Vartcauv. |
| Yatesyr: | Der 12. Schiff der Prototyp-Serie. |
| Sobaash: | Die müssen schon vor uns gestartet sein. |
| Stasyr: | Sobald sich die Schiffe der Sopaïc-Klasse als zweckmäßig erwiesen haben, werden tausende Schiffe dieser Art ins All ausschwärmen. |
Nun erfahren wir den Grund für die Anwesenheit des Schiffs an diesem Ort: Die komplette Besatzung ist zu einer Zeremonie geladen.
| Sobaash: | Empfinden Sie es nicht als Ehre, Zeuge dieses Ereignisses sein zu dürfen? |
|---|---|
| Generic: | Angriffs-Fregatte Flicauv, Andockmanöver abgeschlossen. |
| Sobaash: | Die gesamte Besatzung begibt sich unverzüglich zur Festhalle. |
| Sobaash: | Deka-Commander Stasyr. |
|---|---|
| Sobaash: | Sie kümmern sich um den Transfer der Besatzung auf unsere Calike. |
| Notiz: | Calike = kleines Transportschiff |
| Stasyr: | Zu Befehl. |
| Sobaash: | Pilot Ekuryua. |
| Sobaash: | Sie übernehmen die Steuerung. |
| Ekuryua: | Luke geöffnet. Druckausgleich abgeschlossen. |
Die Besatzung ist in Gedanken bereits bei den nachfolgenden Feierlichkeiten:
| Stasyr: | Das Restaurant "Saguri Bari" der Festhalle soll ja ziemlich berühmt sein. |
|---|---|
| Notiz: | "saguri bari" = Sondennadel |
| FlicauvEngineer: | Also ich freue mich mehr auf ein paar Stunden Ruhe während des Flugs als darauf, mich sinnlos zu betrinken. |
| Yatesyr: | Ich werde auch mal ein Nickerchen machen. |
Nein, wirst du nicht! Vorhersagen für die Zukunft sind angesichts der ausgewählten Pilotin nicht sonderlich seriös...
| Ekuryua: | Ich war noch nie im "Saguri Bari". |
|---|
Da Ekuruya zu zögern scheint, ermuntert Sobaash ihre Shuttle-Pilotin:
| Sobaash: | Sie dürfen fliegen, wie Sie möchten. Es ist Ihr Transport. |
|---|
Hoppla - ein Blankoscheck! So etwas lässt sich Ekuryua nicht zweimal sagen:
| Ekuryua: | Hier spricht der Pilot. |
|---|---|
| Ekuryua: | An alle Passagiere: Gurte anlegen und vorbereiten auf maximale Beschleunigung. |
| Generic: | Maximale Beschleunigung!? |
Auch Kapitän Sobaash ahnt nichts Gutes:
| Sobaash: | Moment mal... |
|---|
Ekuryua ist bereits in vollem Tunnelblick und agiert, als befände sie sich mitten in einem Kampfeinsatz:
| Ekuryua: | Flugkontrolle, elektromagnetischen Transportstrahl aktivieren. |
|---|
Doch leider hat sie damit die Lage völlig falsch eingeschätzt:
| Flugkontrolle: | Calike der Flicauv,... |
|---|---|
| Flugkontrolle: | ...diese Basis verfügt über keinen elektromagnetischen Projektor. |
| Flugkontrolle: | Bitte verwenden Sie den Niedrigtemperatur-Antrieb Ihres Schiffs. |
Wie peinlich! Ekuryua lässt sich diese Schlappe aber nicht anmerken...
| Ekuryua: | Verstanden, Flugkontrolle. Danke für den Hinweis. |
|---|---|
| Sobaash: | Pilotin... |
... und schimpft statt dessen auf die Basis:
| Ekuryua: | So'n Mist! |
|---|---|
| Ekuryua: | Was ist das denn für 'ne Bruchbude? |
| Ekuryua: | Nicht mal 'nen elektromagnetischen Projektor haben die?! |
| Ekuryua: | Mann, Mann, Mann... das ist doch kaum zu glauben. |
| Ekuryua: | Sachen gibt's, die gibt's gar nicht. |
| Ekuryua: | Allein bei dem Gedanken kriegt man 'nen Knoten im Hirn... |
Kapitän Sobaash schickt ein letztes Stoßgebet gen Himmel...
| Sobaash: | Tut mir echt leid, Leute... |
|---|---|
| Ekuryua: | Los geht's! |
Das mit der "ruhigen Reise" hatten sich einige Passagiere zweifellos anders vorgestellt.
| Erzaehler: | Am selben Tag, 18:27 Uhr, Saguri Bari |
|---|
...ist die Crew der Flicauv lebend bei der Einweihungsfeier der Ersten Zertrampel-Schwadron angekommen, wo inzwischen auch ihre Gastgeberin eingetroffen ist:
| Atosuryua: | Bitte entschuldigt meine Verspätung. |
|---|---|
| Atosuryua: | Nun lasst uns die Gläser heben! |
Ekuryuas Kamikaze-Flug ist an der Besatzung nicht spurlos vorübergegangen:
| Yatesyr: | Alles in Ordnung? |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Ihr letztes Flugmanöver hat mich echt geschafft. |
Kleiner Rückblick auf Ekuryuas Stunt mit dem Shuttle:
| Flugkontrolle: | Ankommendes Schiff! |
|---|
| Flugkontrolle: | Falls Sie hier andocken wollen, drehen Sie ab und starten Sie einen erneuten Anflug mit gedrosselter Geschwindigkeit! |
|---|
Ekuryua bleibt stur - sie traut sich die Landung auch unter diesen Bedingungen zu:
| Ekuryua: | Negativ. |
|---|
Ihr Kollege versucht, das Schlimmste (für die Passagiere) zu verhindern:
| Yatesyr: | Pilotin! |
|---|---|
| Yatesyr: | Bitte befolgen Sie ihre Anweisungen... |
Und Ekuryua gibt nach:
| Ekuryua: | Na gut. |
|---|
Man weiß letzten Endes nie, was in ihrem Kopf gerade vorgeht! Wollte sie sich nur einen Spaß machen und ihren Kameraden einen gehörigen Schrecken einjagen?
Zurück zur Einweihungsfeier der neuen militärischen Einheit:
| Atosuryua: | Noch seid ihr keine offiziellen Mitglieder der Ersten Zertrampel-Schwadron,... |
|---|---|
| Atosuryua: | ...aber die Squadron wird auf jeden Fall aus den Schiffen gebildet werden, auf denen ihr Dienst tut. |
| Atosuryua: | Unsere Schwadron hat noch nichts geleistet und noch keinerlei Meriten erworben. |
| Atosuryua: | Nun ja, sie ist ja auch noch gar nicht offiziell in Dienst gestellt. |
| Atosuryua: | Deshalb kann ich euch leider nicht sagen, dass ihr stolz darauf sein dürft, in dieser Schwadron zu dienen,... |
| Atosuryua: | ...und erwarten, dass ihr dankbar dafür wärt. |
| Atosuryua: | Die Grundlage für diesen Stolz müssen wir ab heute selbst schaffen. |
| Atosuryua: | Ich bin überzeugt davon, dass die Bildung dieser Schwadron den Grundstein für unseren gemeinsamen Ruhm legen wird. |
| Atosuryua: | Ich hoffe, dass ich euch nicht zuviel verspreche,... |
| Atosuryua: | ...doch wenn das Reich in diesem Krieg gesiegt hat,... |
| Atosuryua: | ...dann wollen wir alle uns an diesem Ort wieder versammeln und über die Zeiten gemeinsamer ruhmreicher Schlachten reden. |
| Atosuryua: | Darauf lasst uns trinken! |
| Generic: | Darauf lasst uns trinken! |
Und dies geschieht dann auch ausgiebig...
...wobei der Alkohol die Diskussionsbereitschaft des einen oder anderen Teilnehmers durchaus anregt: Thema: Die Raumschiff-Klasse, die nach den bisherigen Erfahrungen des Krieges neu in Dienst gestellt werden soll.
| Soldat1: | Es ist ein Angriffsschiff! |
|---|---|
| Soldat2: | Es ist ein leichter Kreuzer! |
| Soldat1: | Nein, ein schweres Angriffsschiff! |
| Soldat1: | Er wird in der Schlacht als schweres Angriffsschiff eingesetzt, also sollte der neue Schiffstyp auch so klassifiziert werden. |
| Soldat2: | Aber es hat doch elektromagnetische Hauptgeschütze! Also muss es ein leichter Schlachtkreuzer sein. |
Die Besatzung der Flicauvh kann diese Diskussion schon nicht mehr hören:
| FlicauvEngineer: | Nicht schon wieder... |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Seitdem der neue Typ als "Angriffsschiff" eingestuft wurde, nimmt der Streit kein Ende. |
| FlicauvEngineer: | Ob die sich wohl jemals einigen werden? |
Sobash glänzt mit einem bonmot:
| Sobaash: | Ich glaube nicht, dass ein Angriff auf die Bezeichnung "Angriffsschiff" von Erfolg gekrönt sein wird. |
|---|
| Sobaash: | Wollen Sie denn nichts Richtiges trinken? |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Nein, danke. Ich vertrage keinen Alkohol. |
Sobaash erinnert dies an einen langjährigen und wesentlich trinkfesteren Kollegen:
| Notiz: | Sobaash bezieht sich auf Samson, ihren Ex-Kollegen von der Barsroil und damaligen "Sauf-Kumpan" |
|---|---|
| Sobaash: | Manchmal vermisse ich ihn und seine schlechten Angewohnheiten. |
| Sobaash: | Nächstes Mal werde ich ihm einen längeren Brief schreiben. |
Denn Briefe schreiben ist Sobaashs Hobby an Bord eines Kriegsschiffs, wie sie Lafiel in Seikai no Senki II ausführlich erzählt hat.
Sobaash - als adelige Abh - findet die Party eher langweilig, bis sie plötzlich etwas Interessantes entdeckt:
| Soldat: | In diesem Moment bemerkte ich... |
|---|
Sobaash hat ihre Shuttle-Pilotin Ekuryua erspäht
| Sobaash: | Hoppla, was haben wir denn da? |
|---|
...und zwar in Begleitung eines männlichen Bewunderers, der Ekuryua von seinen eigenen Flugmanövern erzählt (das Thema bietet sich ja geradezu an ;-):
| Soldat: | ...und dann drehte ich zur Seite ab. |
|---|
Das muss sie sich unbedingt genauer ansehen:
| Sobaash: | Ihr beiden scheint euch ja prächtig zu amüsieren. |
|---|
Ekuryua, die vom Geschwätz des Kollegen wahrscheinlich gelangweilt ist, antwortet knochentrocken:
| Ekuryua: | Ja, tun wir. |
|---|
Der junge Soldat dagegen verkrampft, als er von einem hohen Offizier angesprochen wird, und salutiert zackig - doch Sobaash reicht ihm ein volles Glas:
| Sobaash: | Auf einer Feier wird nicht salutiert. |
|---|---|
| Sobaash: | Das hat man Ihnen doch vor Beginn der Zeremonie gesagt, oder? |
| Sobaash: | Stimmt's, Pilot Ekuryua? |
Sobaash bohrt munter weiter in der offenen Wunde:
| Sobaash: | Haben Sie schon bemerkt, wie der junge Mann Sie anhimmelt? |
|---|---|
| Sobaash: | Oder hätte ich das jetzt nicht sagen sollen? |
Das ist dem schüchternen Wing Flyer natürlich schrecklich peinlich:
| Soldat: | Captain... |
|---|
Sobash genießt es, den jungen Soldaten "auseinanderzunehmen":
| Sobaash: | Oh, Verzeihung. |
|---|---|
| Sobaash: | Ich hatte nicht vor, Sie beide in Ihrer trauten Zweisamkeit zu stören. |
Doch, genau das wollte sie! Es macht ihr Spaß, ihre Untergebenen ein bisschen zu schikanieren - wie fast allen adligen Abh.
| Sobaash: | Kleiner Tip: Wenn Sie mit einer Vorgesetzten anbandeln wollen, brauchen Sie als Allererstes eine gesunde Portion Selbstvertrauen. |
|---|
"Flaschen wie Sie haben also keine Chance." - Rrrums! Das hat gesessen. Sobaash ist zufrieden. Die Party ist also doch nicht langweilig...
In diesem Moment taucht der Ingenieur der Flicauv auf und will etwas melden:
| FlicauvEngineer: | Captain. |
|---|
Sobaash ist bester Laune und spöttelt gleich weiter (die Beförderung hat ihrem Charakter irgendwie nicht gut getan...):
| Sobaash: | Wollen Sie nun doch einen Schluck trinken? |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Es gibt Ärger. |
In der Tat ist dort einiges los:
| Soldat3: | Wirst du wohl deine Drecksfinger von meinem Mädchen lassen! |
|---|---|
| Soldat4: | Sie ist nicht "dein Mädchen"! |
| Maedchen: | Hört auf damit... |
| Soldat3: | Und wehe, du glotzt sie noch einmal so an! |
Aber Sobaash findet das Ereignis schon wieder langweilig (typisch Abh ;-):
| Sobaash: | Viel Lärm um nichts, wie üblich. |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Unser Crewmitglied hat sich an die angesagteste Frau hier rangemacht. |
| Sobaash: | Naja, kein Wunder... diese jungen Leute müssen sich erst noch ihre Hörner abstoßen. |
Der weibliche Bordingenieur besitzt noch nicht Sobaashs Abgeklärtheit in solchen Situationen:
| FlicauvEngineer: | Sollten wir nicht etwas unternehmen? |
|---|---|
| Sobaash: | Am besten achten Sie gar nicht darauf. |
| Sobaash: | Betrachten Sie es einfach als militärisches Training. |
| Sobaash: | Das ist doch mal was Anderes als ein Kampf im Niedrig-Schwerkraft-Simulator. |
Sobaash genießt es, ihrer Untergebenen gegenüber zu dozieren; diese versucht aber weiterhin, ihren Captain umzustimmen:
| FlicauvEngineer: | Bitte erlauben Sie mir, die Auseinandersetzung zu beenden! |
|---|
Sobaash spöttelt munter weiter über ihre ungeduldige (aber hartnäckige!) Untergebene:
| Sobaash: | Mischen Sie sich gerne in fremde Angelegenheiten ein? |
|---|
Der Ingenieur verliert langsam die Geduld:
| FlicauvEngineer: | Darum geht es hier doch überhaupt nicht! |
|---|---|
| Sobaash: | Worum geht es dann? |
| FlicauvEngineer: | Wir müssen eingreifen, bevor noch jemand verletzt wird! |
Sobaash sieht nach wie vor keinen Grund, etwas zu unternehmen:
| Sobaash: | Die haben doch gar keine Waffen. |
|---|---|
| Sobaash: | Es wird schon nichts Schlimmes passieren. |
Einer der Streithähne kniet am Boden und greift nach einem Teller... die Ingenieurin sucht fieberhaft nach Argumenten, die auch für Sobaash relevant sein könnten:
| FlicauvEngineer: | Bald wird nichts mehr zu trinken da sein. |
|---|---|
| Sobaash: | Und? Ändert sich etwas daran, wenn wir sie stören? |
In diesem Moment fliegt ein Teller haarscharf an Sobaashs Kopf vorbei; der Captain zieht mit stoischer Ruhe den Kopf beiseite, aber der Teller landet in einer Schüssel, deren Inhalt Sobaash ins Gesicht spritzt. Nun hat auch sie genug von dieser Prügelei und fragt, immer noch lächelnd:
| Sobaash: | Sie wollen also unbedingt etwas unternehmen? |
|---|---|
| Sobaash: | Also dann, bitte sehr. |
| Sobaash: | Das wird bestimmt interessant werden. |
Und die Bekämpfung der Langeweile ist für den Abh-Adel bekanntlich die Lebensaufgabe an sich...
Doch die Ingenieurin kommt zu spät - gerade erscheint die Gastgeberin der Veranstaltung am Schauplatz des Geschehens:
| Atosuryua: | Schluss damit, auf der Stelle!! |
|---|---|
| Atosuryua: | Es gehört sich nicht, mit Nahrung um sich zu werfen! |
| Atosuryua: | Wenn ihr nicht sofort damit aufhört, wandert ihr in die Arrestzelle! |
Die ertappten Sünder salutieren erschrocken, aber...
| Atosuryua: | Was soll das? |
|---|---|
| Atosuryua: | Wollt ihr gleich noch eine weitere Vorschrift verletzen? |
Atosuryua senkt die Stimme und redet nun beruhigend auf alle Anwesenden ein:
| Atosuryua: | Lasst euch das eine Lehre sein. |
|---|---|
| Atosuryua: | Wie wollt ihr jemals in der Ersten Zertrampel-Schwadron dienen, wenn ihr euch noch nicht mal anständig benehmen könnt? |
| Atosuryua: | Und was für ein Vorbild sollen wir den anderen geben, wenn gleich unsere erste Schlacht so eine erbärmliche Vorstellung ist? |
Atosuryua findet genau die richtigen Worte: Sie appelliert an die Ehre ihrer Crews! Das wirkt sofort. Nun endlich kann der Ingenieur der Flicauv sich um die beiden Streithähne kümmern:
| FlicauvEngineer: | He, Leute... |
|---|---|
| FlicauvEngineer: | Jemand verletzt? |
| FlicauvEngineer: | Lass mal sehen. |
| Generic: | Nicht der Rede wert, das ist nur ein Kratzer. |
Kaum hat sich die Aufregung gelegt, hat Sobaash (in wunderbarer Tradition einer Abh-Vorgesetzten) bereits ein neues Subjekt gefunden, das sie verspotten kann - nämlich ihre Shuttle-Pilotin, welche sie erneut wegen ihrer "Männerbekannschaft" aufzuziehen versucht:
| Sobaash: | Was ist denn aus diesem netten jungen Mann geworden? |
|---|---|
| Ekuryua: | Welchem denn? |
| Sobaash: | Na, dem Crewmitglied, mit dem Sie sich vorhin unterhalten haben. |
| Ekuryua: | Ach, der. |
| Ekuryua: | Ich habe mich nicht mit ihm unterhalten. |
| Ekuryua: | Er war der einzige, der geredet hat. |
Kann man sich in der Tat gut vorstellen: Ekuruya ist eine Eigenbrötlerin (deshalb war Sobaash ja auch so überrascht) und insgeheim womöglich ein wenig in Jinto verknallt (dessen Katze sie - als Katzenhasserin! - ständig betreut). Insofern hat Sobaash ihrer Pilotin womöglich sogar unwissentlich einen Gefallen getan, als sie diesen Soldat "verscheucht" hat...
| Sobaash: | Was ist passiert? Wo ist er hin? |
|---|---|
| Ekuryua: | Da drüben irgendwo. |
| Sobaash: | Armer Kerl... |
Ekuruya hält sich in dieser "Schlacht" ausgezeichnet - nur keine Schwäche zeigen gegenüber einer Vorgesetzten! Die ganze Serie ist von Beziehungen dieser Art durchzogen - es scheint den Arb ein perverses Vergnügen zu machen, mit ihren direkten Untergebenen ihre Spielchen zu treiben.
Aber nun erscheint Sorbaashs Vorgesetzte - und die ist ein ziemlich unübliches Exemplar ihrer Rasse:
| Atosuryua: | Gut, dass ich Sie hier treffe. |
|---|---|
| Atosuryua: | Ich wollte mit Ihnen beiden reden. |
| Sobaash: | Nur mit uns beiden? |
| Sobaash: | Weil wir auf der Basroil gedient haben? |
| Atosuryua: | Stimmt. |
| Atosuryua: | Sie sind Ekuryua, die Pilotin, ja? |
| Ekuryua: | Jawohl. |
| Atosuryua: | Wollen Sie etwas trinken? |
Atosuryua schnippt mit den Fingern, und ein fliegender Tisch mit Getränken nähert sich der Gruppe.
| Sobaash: | Gehe ich recht in der Annahme, dass wir nicht aus reinem Zufall Ihrer Schwadron zugeteilt wurden? |
|---|---|
| Atosuryua: | Gut erkannt. |
| Atosuryua: | Und wir werden in Zukunft noch öfter miteinander zu tun haben. |
| Sobaash: | Das würde mich nicht überraschen. |
Nun erkundigt sich Atosuryua nach Lafiel, die sie ja während der Gedenkfeier für ihren toten Bruder kennen gelernt hat:
| Atosuryua: | Übrigens, wie geht es Ihrer Hoheit? |
|---|---|
| Sobaash: | Die Prinzessin hat bis auf weiteres Urlaub eingereicht, aus persönlichen Gründen. |
| Sobaash: | Aber früher oder später wird sie zur Sternenflotte zurückkehren. |
| Sobaash: | Schließlich ist sie eine Abriel. |
| Sobaash: | Das Schlachtfeld zieht Mitglieder dieses Clans magisch an; niemand von ihnen kann sich dem auf Dauer entziehen. |
| Sobaash: | Bis dahin halte ich nur ihren Platz warm. |
| Atosuryua: | Ich stimme Ihnen zu,... |
| Atosuryua: | ...auch wenn ich es anders ausdrücken würde. |
| Sobaash: | Wie würden Sie es denn ausdrücken? |
| Atosuryua: | Ich würde sagen, dass wir auserwählt sind. |
Ekuryua kann mal wieder ihre vorlaute Klappe nicht halten:
| Ekuryua: | Wir sind also Lakaien? |
|---|
Zum Glück hat Atosuryua (eine tadellose Vorgesetzte!) gegen offene Worte nichts einzuwenden:
| Atosuryua: | Mir gefällt Ihre direkte Art. |
|---|---|
| Atosuryua: | Sie haben absolut Recht. |
| Sobaash: | Wir alle sind also Ihre Lakaien? |
| Atosuryua: | Nein. |
| Atosuryua: | Nicht meine - diejenigen Ihrer Hoheit. |
| Sobaash: | Ah, so meinten Sie das. |
Nun beginnt Atosuryua zu dozieren (soviel Abh steckt nun mal auch in ihr), und wir hören eine interessante Kurzbeschreibung Abhscher Machtpolitik (für mich der Höhepunkt dieser OVAs):
| Atosuryua: | Jedes schnell wachsende Reich benötigt dringend einen Herrscher mit starken Führungsqualitäten... |
|---|---|
| Atosuryua: | ...und Offiziere, die diesen Herrscher wirkungsvoll unterstützen können. |
| Atosuryua: | Für die Position eines dieser Unterstützer sind Sie ganz hervorragend geeignet. |
| Sobaash: | Ich fühle mich geehrt. |
| Atosuryua: | Keine Ursache. |
Ekuryua zieht das Fazit der Diskussion:
| Ekuryua: | Wir sind also Captain Abriels Lakaien... |
|---|
und sie nennt diese nicht mal "Prinzessin"! Manchmal ist unsere süße kleine Pilotin wirklich rotzfrech. ;-)
Kurzer Schnitt hinüber zur der gerade Angesprochenen:
| Erzaehler: | Monat Sokar, 7.Tag, 14:19 Uhr, Herrensitz der Grafschaft Borash, Orbital-Raumhaufen |
|---|
Jinto hat Lafiel gerade mal wieder ein Kompliment gemacht, und diese kann mit so etwas immer noch nicht umgehen:
| Lafiel: | Was fällt dir ein!? |
|---|---|
| Jinto: | Entschuldigung. |
| Jinto: | Ich finde es einfach süß, wie empfindsam du in letzter Zeit geworden bist. |
Denn Lafiels rauhe Schale ist seit Jintos dramatischer Rettung vom Exil-Planeten sichtlich weicher geworden.
| Lafiel: | Magst du einen Tee? |
|---|---|
| Jinto: | Ja, gerne. |
Prinzessin Lafiel versorgt Jinto inzwischen mit Getränken! An Bord der Barsroil war es noch umgekehrt...
| Lafiel: | Hast du deinen Freund schon gefunden? |
|---|---|
| Jinto: | Nein, ich bin noch am Suchen... |
Die "Suchfunktion" auf Jintos Bildschirm liefert ein Ergebnis in erschreckenden Dimensionen zurück:
| Jinto: | 30000 Personen mit demselben Namen!? |
|---|---|
| Jinto: | Oh je... ich werde mir wohl jeden Eintrag einzeln ansehen müssen. |
Das sieht nach Arbeit aus - und passt Lafiel überhaupt nicht in den Kram. Sie hat Jinto nämlich noch etwas anderes, ebenfalls Unangenehmes mitzuteilen und druckst entsprechend herum:
| Lafiel: | Jinto... |
|---|---|
| Jinto: | Was ist? |
| Lafiel: | Bevor wir das Schiff verlassen haben, habe ich nochmal nach der Blume aus deiner Heimat gesehen. |
Womit Lafiel bestätigt, dass Jintos Eindruck korrekt ist: Sie kümmert sich rührend um alles, was ihren Freund betrifft oder interessiert.
| Jinto: | Die Briance-Blume? |
|---|---|
| Jinto: | Und, blüht sie noch? |
Nun kommt die schlechte Nachricht:
| Lafiel: | Sie lag völlig zerfetzt auf dem Boden. |
|---|
Lafiel ist noch keine gute Diplomatin. Sie fühlt sich der Wahrheit verpflichtet (deshalb mag sie keine Komplimente), aber in einer solchen Situation hätte sie einfach nichts sagen sollen, denn niemand hat bei dieser Nachricht etwas zu gewinnen.
| Jinto: | Zerfetzt? |
|---|---|
| Jinto: | Wie kann denn sowas passiert sein? |
| Lafiel: | Diaho hat seine Krallen an ihr ausprobiert. |
Und Diaho ist so frech, weil Jinto den Kater (ein Geschenk von Lafiel!) nicht richtig erzogen hat, wie wir aus früheren Teilen der Serie wissen... es schwingt also leise Kritik an Jinto in dieser Botschaft mit.
| Lafiel: | Es war nichts mehr zu retten. |
|---|
Jinto trägt die Schreckensnachricht mit Fassung:
| Jinto: | So, so... |
|---|---|
| Jinto: | ...na, der kann nachher was erleben. |
Doch erst jetzt kommt der Gag an der ganzen Szene:
| Lafiel: | Nicht nötig, das habe ich schon erledigt. |
|---|
Damit haben wir den Grund, weshalb Lafiel die Geschichte überhaupt erzählt: Sie hat Jintos Katze für diese Missetat gezüchtigt - und bittet nachträglich um Absolution für diese Eigenmächtigkeit! (Welche allerdings genau das ist, was sie selbst an Jinto nicht mag... ;-)
Zurück auf der Feier: Ekuryua diskutiert munter bei hoher Politik mit (und könnte sich bei einer weniger fairen Vorgesetzten als Atosuryua dabei locker um Kopf und Kragen reden...):
| Ekuryua: | Sie meinen also, Captain Abriel besetzt alle Schlüsselpositionen mit Leuten ihrer Wahl? |
|---|---|
| Atosuryua: | Sie treffen wirklich den Nagel auf den Kopf. |
| Atosuryua: | Alle hochrangigen Offiziere dieser Schwadron haben eine Verbindung zur Herrscherfamilie. |
| Sobaash: | Mit anderen Worten: Die Prinzessin wird sich wie zu Hause fühlen. |
| Atosuryua: | Ganz genau. |
Aber Atosuryua (und offenbar auch Lafiel) denken in noch ganz anderen Dimensionen:
| Atosuryua: | Um die Zertrampel-Schwadron zur Elite-Einheit der Sternenflotte zu machen, werden mehr und mehr Mitglieder der kaiserlichen Familie dorthin streben. |
|---|---|
| Atosuryua: | Wir werden jetzt erst einmal dieses neue Angriffsschiff testen,... |
| Atosuryua: | ...aber sobald das erledigt ist, werden wir es sein, die getestet werden. |
| Atosuryua: | Sie werden schon dafür sorgen, dass wir ebenso gut funktionieren. |
Sobaash nimmt diese Information mit Interesse zur Kenntnis:
| Sobaash: | So ist das also. |
|---|---|
| Sobaash: | Das sind ja tolle Aussichten. |
Nun tut Atosuryua etwas für militärische Vorgesetzte ziemlich Untypisches: Sie gibt eine Schwäche zu (und erweist ihren beiden Gesprächspartnerinnen damit eine Menge Vertrauen):
| Atosuryua: | Ich fühle mich auch nicht wohl dabei. |
|---|---|
| Atosuryua: | Hinzu kommt, dass die Prinzessin selbst eines dieser Angriffsschiffe befehligen wird. |
| Ekuryua: | Wieso "hinzu"? |
| Atosuryua: | Weil ich ihre Vorgesetzte sein werde. |
| Sobaash: | Dieses Gefühl kennen Sie doch bereits. |
| Atosuryua: | Es reicht mir, diese Erfahrung einmal gemacht zu haben. |
| Atosuryua: | Lieber würde ich unter ihrem Befehl dienen. |
Zurück zu den politischen Visionen:
| Atosuryua: | Aber sie wird mich rangmäßig bald überholt haben. |
|---|---|
| Atosuryua: | Wie sollte sie denn sonst auch Kaiserin werden können? |
| Sobaash: | Beförderungen werden immer noch nach Leistung vergeben, nicht aufgrund von Beziehungen zur kaiserlichen Familie. |
| Atosuryua: | Normalerweise schon... |
| Atosuryua: | ...aber für Abriels gelten nun mal andere Regeln. |
| Atosuryua: | Für sie ist es ein normales Ziel, den Kaiserthron anzustreben. |
Sobaash versucht es mit einem Kompliment:
| Sobaash: | Auch Sie könnten diese Position ausfüllen. |
|---|
Prinzipiell könnte anscheinend jeder Abh-Adlige Kaiser werden; Atosuryua ist allerdings wohl eher Militär aus Überzeugung, denn sie war ja gar nicht glücklich darüber, das kleine Reich ihres verstorbenen Bruders geerbt zu haben.
| Atosuryua: | Danke für die Blumen. |
|---|---|
| Atosuryua: | Aber selbst wenn ich Kaiserin werden könnte, hätte ich auf dem Weg dorthin noch viel zu lernen. |
| Sobaash: | Auch für Ihre Hoheit wird noch viel Zeit vergehen, bevor sie Kaiserin werden kann. |
Plötzlicher Themenwechsel durch Atosuryua - nun geht es um militärische Perspektiven:
| Atosuryua: | Glauben Sie, dass der Krieg bis dahin vorbei sein wird? |
|---|---|
| Sobaash: | Vorstellen könnte ich es mir. |
| Atosuryua: | Aber wahrscheinlich wird der Krieg noch länger dauern. |
| Sobaash: | Doch danach könnte eine lange Ära des Friedens folgen. |
| Sobaash: | Welch unvergleichliches Privileg wäre das für kommende Generationen. |
Sobaash ist also kein Militär aus Leidenschaft, sondern um der Sache willen. De facto war dies das informelle Einstellungsgespräch für Sobaash als kommende rechte Hand Atosuryuas im 1. Zertrampel-Geschwader! Und sie wird diese Stelle erhalten, nachdem sie sich hier als politisch interessierte und kompetente Diskussionspartnerin erwiesen hat.
| Atosuryua: | In der Tat. |
|---|---|
| Atosuryua: | Es wird viele Kinder geben, die einen Frieden nie erleben werden. |
| Atosuryua: | Aber falls das Reich diesen Krieg gewinnen sollte,... |
Rückblende zur Rede Kaiserin Ramajs in Seikai no Monshou:
| Ramaj: | ...wird dies der letzte Krieg zwischen Menschen gewesen sein! |
|---|
Diese Unterhaltung zwischen Atosuryua und Sobaash war der Grund für mich, eine eigene Übersetzung dieses OVA anzufertigen. Das ist es, was das Seikai-Universum mir in erster Linie gibt: Abh-Kultur. (Nicht die Romanze zwischen Lafiel und Jinto und auch nicht die Action-Szenen der Weltraumschlachten.)
Jintos Suche nach Ku Dorin hat endlich zu einem Ergebnis geführt:
| Jinto: | Na also! |
|---|---|
| Jinto: | Das ist er. |
| Jinto: | Verbindung aufbauen. |
Lafiel spöttelt mal wieder:
| Lafiel: | Du freust dich wie ein kleines Kind, dem man ein Bonbon geschenkt hat. |
|---|
Doch Jintos Geduld im Umgang mit seiner eigenwilligen Prinzessin ist unerschöpflich:
| Jinto: | Herzlichen Dank... |
|---|---|
| Jinto: | Endlich habe ich dich gefunden, Ku Dorin. |
Jinto erklärt, warum er sich so freut:
| Jinto: | Als ich auf Derctu lebte,... |
|---|---|
| Jinto: | ...war er mein bester Freund. |
| Jinto: | Seinetwegen habe ich mich dort wie zu Hause gefühlt. |
Und Lafiel ist froh über jede Information, durch welche sie Jinto besser verstehen kann. Dies hier ist ein Teil von Jintos Leben, der ihr bisher fremd ist - umso neugieriger ist sie darauf, alles über Jintos Vergangenheit zu erfahren. Und sie wird im Rahmen dieser OVA noch reichlich Gelegenheit dazu erhalten...
Die Borkbylsh unter Ermittler Iestesyr steuert derweil die Grafschaft Hyde an:
| Erzaehler: | Monat Sokar, 9.Tag, 12:08 Uhr, Grafschaft Hyde, Planet Martine |
|---|
Doch von der Oberfläche des Planeten kommt eine nicht gerade angenehme Überraschung auf die Borkbylsh zu:
| Generic: | Captain! |
|---|---|
| Generic: | Eine Hitzequelle nähert sich unserem Schiff! |
| Iestesyr: | Wie bitte!? |
Vorschau auf den zweiten Teil:
| Typesetting: | Zweiter Teil: |
|---|
Jinto auf der Rückkehr von seinem Treffen mit Ku Dorin (Teil 2, 13:13)
| Jinto: | Die Borkbylsh wurde angegriffen! |
|---|
Ekuryua und Atosuryua diskutieren weiter über Politik (Teil 2, 08:17):
| Ekuryua: | Die Allianz von Hania. |
|---|
Jinto will mit der Führung von Martine verhandeln (Teil 2, 16:32):
| Jinto: | Ihr Abgesandter ist also der Befehlshaber des Feindes? |
|---|---|
| Iestesyr: | Jawohl. |
Die Aussage ist nämlich nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch:
| Iestesyr: | Es ist Premierminister Till Corinth. |
|---|
Und mit "Feind" ist im zweiten Teil nicht die Bevölkerung des Planeten gemeint.
| Jinto: | Till Corinth... |
|---|
Lafiel zu einem Thema, das Jinto noch ziemlich peinlich werden könnte (Teil 2, 05:03):
| Lafiel: | Ich möchte jede Einzelheit darüber wissen. |
|---|
Atosuryua zum Start der Übung (Teil 2, 07:23):
| Atosuryua: | Ihr habt den Befehl der Kaiserin gehört. |
|---|---|
| Atosuryua: | Die erste Zertrampel-Schwadron rückt unverzüglich zu ihrer Übung aus! |
Sobaash während der Übung (Teil 2, 07:43):
| Sobaash: | Angriffsschiff Flicauv,... |
|---|---|
| Sobaash: | ...Start frei! |
Der Titel der 2. Episode (Teil 2, 05:57):
| Typesetting: | Am Familientisch |
|---|
Lafiels Schlusszeile (Teil 2, 39:01):
| Lafiel: | Ich werde die Welt für ihn sein... |
|---|---|
| Lafiel: | ...und er wird die Welt für mich sein. |