Lamune

Episode 11: Die Nacht des Taifuns und das Ende des Sommers


Rückblick in die Kindertage: Ein Taifun zieht über den Schauplatz der Serie hinweg.

Notiz:Auf dem Schild steht: "Sake"

Die beiden Tomosaka-Kinder sind allein zu Hause:

Suzuka:Ein Stromausfall?
Suzuka:Hey, Onii-chan, der Strom ist weg.
Kenji:Ich weiß.

Denn er hat bereits zwei Kerzen geholt, die er gerade anzündet - für jedes Kinderzimmer eine.

Kenji:Hoffentlich ist bei Nanami alles in Ordnung...
Kenji:Komm, wir gehen in unsere Zimmer.
Suzuka:Okay.

Suzuka steckt das Gewitter tapfer weg, obwohl sie doch ein Jahr jünger ist als Kenji und Nanami.

Kenji:Sei ein braves Mädchen und bleib in deinem Zimmer, ja?
Suzuka:Mach ich!

Kenji geht in sein Zimmer.

Im Haus gegenüber weint Nanami derweil vor Angst; doch dann sieht sie ein Licht in Kenjis Zimmer und geht hinaus auf den Balkon. Auch Kenji blickt zu ihr hinüber - und erschrickt, als er das Mädchen im Sturm entdeckt.

Kenji:Nanami...

Kenji öffnet das Fenster seines Zimmers:

Kenji:Nanami!
Nanami:Ken-chan, ich hab solche Angst!
Kenji:Nanami!

In ihrer Panik kommt Nanami auf eine waghalsige Idee:

Nanami:Ich komme zu dir rüber.
Kenji:Spinnst du? Das ist viel zu gefährlich für dich!
Nanami:A-aber...

Nanami hat sich am Geländer hochgezogen; ein Windstoß reißt sie um, und sie fällt zurück auf den Balkon.

Nanami:Aua...

Kenji kann Nanami nicht mehr sehen, erschrickt und klettert durch das offene Fenster auf den Balkon hinaus:

Kenji:Nanami!

Nanami hebt ihren Kopf - ihr ist anscheinend nichts passiert, aber sie hat immer noch schreckliche Angst.

Nanami:Ken-chan!

Kenji nimmt also all seinen Mut zusammen und beschließt, die Gefahr nun selbst auf sich zu nehmen (auf die Idee, den Umweg über die Straße zu nehmen, kommt er in der Hektik der Situation nicht):

Kenji:Nanami, geh mal beiseite.

Mit einem Klimmzug stemmt Kenji sich auf das Geländer des Balkons hinauf - in Sachen Sportlichkeit ist der Sohn eines Judolehrers der zarten Nanami weit überlegen.

Nanami:Ken-chan, das ist doch gefährlich...

Kenji schätzt bereits die Entfernung für den Sprung ab:

Kenji:Mach Platz, ich schaff das schon!

Kenji schaut nach unten, und ihm wird dabei ziemlich mulmig - der Sprung wird nur gelingen, wenn er all seine Kraft aufwenden kann. Für eine elegante Landung wird es vermutlich nicht reichen, also:

Kenji:Nanami, noch weiter zurück...

Kenji steigt auf das Geländer, springt auf den anderen Balkon hinüber, rutscht bei der Landung auf dem nassen Untergrund weg und knallt auf den Boden. Nanami sorgt sich sofort um ihn:

Nanami:Ken-chan, alles in Ordnung?
Kenji:Klar doch.

Nanami blickt ihren Helden bewundernd an...


In Nanamis Zimmer sitzen die beiden Kinder im Schein einer Kerze auf dem Bett und trocknen sich ab (Nanami mit einem rosa Handtuch, Kenji mit einem grünen - beides passend zu ihrer Haar- bzw. Hemdfarbe).

Nanami:Ach ja, ich wollte dir etwas ganz Tolles zeigen.

Kenji ist zunächst mal skeptisch:

Kenji:Etwas ganz Tolles?
Nanami:Genau. Aber du darfst es niemandem erzählen, ja?

Nanami greift mit beiden Händen nach ihrer Haarspange, reibt diese mit ihrem Handtuch, nimmt sie ab und verbirgt sie dabei in ihren Händen; dann bläst sie plötzlich die Kerze aus. Kenji (der vermutlich auch hier die Kerze angezündet hat) ist völlig perplex:

Kenji:Hey, was soll denn das?
Nanami:Keine Panik.

Nanami streckt ihre Hände aus:

Nanami:Schau mal, was ich hier habe...

Nanami öffnet ihre Hände, und... der gelbe Fisch leuchtet im Dunkeln! Kenji ist tatsächlich hörbar fasziniert von Nanamis Schatz, und diese fühlt, dass ihre Überraschung gelungen ist:

Nanami:Siehst du? Ist doch toll, nicht wahr?

Kenji ist erleichtert, zu sehen, wieso Nanami die Kerze ausgeblasen hat, und bestätigt:

Kenji:Sowas hab ich echt noch nie gesehen.

Kenji kommt ins Grübeln - vermutlich besitzt er zu diesem Zeitpunkt bereits den blauen Fisch von Hiromi. Ob der etwa auch im Dunkeln leuchten würde? Nanami erkennt, dass Kenji mit den Gedanken nicht bei der Sache ist:

Nanami:Was hast du?

Kenji kehrt zum Thema zurück:

Kenji:Das war es also, was ich niemandem erzählen soll?

Genau. Für Nanami ist der Fisch nicht ohne Grund ihr größter Schatz:

Nanami:Genau. Kein Sterbenswörtchen, klar?
Nanami:Ken-chan, du bist der Einzige, der davon weiß.

Ein massiver Vertrauensbeweis Kenji gegenüber! Und der begreift das auch:

Kenji:Verstehe.

Nanami wendet sich halb von Kenji ab - das Thema, zu dem sie nun wechseln will, ist ihr ein wenig peinlich:

Nanami:Was ich dir noch sagen wollte, Ken-chan...
Kenji:Was denn?
Nanami:Das war sehr nett von dir, dass du herüber gekommen bist.

Kenji hat sich für Nanami in erhebliche Gefahr begeben (Nanami hat den Sturmwind ja selbst erlebt und seine Folgen am eigenen Leib gespürt) - das Mädchen ist in diesem Moment vermutlich ähnlich verliebt in ihren Helden Kenji wie Hiromi nach dem "indirekten Kuss". Kenji ist dies erkennbar peinlich, und er spielt seine Leistung reflexartig herunter:

Kenji:Verdammt, rede doch keinen Unsinn!

Aber Nanami strahlt unerschütterlich (das schreckliche Gewitter hat sie völlig vergessen):

Nanami:Dafür schulde ich dir jetzt auch einen Gefallen.

Kenji ist sich sehr wohl bewusst, welche Gefahr er heute auf sich genommen hat, und murmelt vor sich hin:

Kenji:Damit bist du aber billig weggekommen...

Zum Glück versteht Nanami seine Worte nicht:

Nanami:Hm?

Kenji ist sauer auf sich selbst - wenn Nanami das gehört hätte, dann wäre sie jetzt bestimmt beleidigt. Deshalb antwortet er ein wenig ruppig:

Kenji:Ach, nichts.

Nun ist es Kenji, der das Thema wechselt und Nanami sein eigenes Handtuch fast an den Kopf wirft:

Kenji:Mach schon.
Kenji:Du musst dich abtrocknen, sonst erkältest du dich noch.
Nanami:Okay.

Sprung in die Gegenwart: Kenji hilft Nanami im Garten. Nanami gießt die Pflanzen, beobachtet Kenji aus der Ferne und grinst sich eins...

Nanami:Was meinst du, was wir für nächstes Jahr pflanzen sollen?
Kenji:Auf jeden Fall wieder Kürbisse.
Kenji:Der Kürbispudding neulich war einfach köstlich.

In Episode 12 werden wir diese Zeile noch brauchen.

Nanami:Aber Kürbisse sind schwer, da hättest du viel zu schleppen.
Nanami:Du hilfst mir doch auch weiter bei der Ernte?

Kenji neckt Nanami ein bisschen (was im Epilog zu Episode 10 bereits angedeutet worden war):

Kenji:Wenn die so schwer sind, dann natürlich nicht.

Nanami erschrickt:

Nanami:Wie? Du kannst mich doch nicht einfach hängen lassen!
Kenji:Außerdem solltest du mit den "Nanami Spezial" in Serienproduktion gehen.
Nanami:Aber Wassermelonen sind auch schwer.
Kenji:Dann muss ich dir eben doch helfen.

Nanami ist erleichtert und hängt sich spontan an den linken Arm des überraschten Kenji...

Nanami:Fein!

Kenji ahnt vermutlich, wieso Nanami ihre Arbeit unterbrochen hat und zu ihm gekommen ist - weil sie einfach in seiner Nähe sein will. Also schlägt er vor:

Kenji:Sollen wir mal 'ne Pause machen?
Nanami:Gerne.

Kenji blickt Nanami ins Gesicht - und die sieht einfach nur glücklich aus.


Kenji sitzt vor der Hütte des Schrebergartens, Nanami hat sich halb an ihn gelehnt. Das Gespräch dreht sich um ihren Motorradausflug aus Episode 10:

Nanami:Sie hat mich ganz schön ausgeschimpft.
Kenji:Er mich auch.
Kenji:So zusammengestaucht hat mich mein Paps schon lange nicht mehr.
Nanami:Bei mir war's genauso.

Geteiltes Leid ist halbes Leid... plötzlich bläst Nanami ein heftiger Windstoß die Haare ins Gesicht und schüttelt die Tomatenstauden heftig durch.

Nanami:Der Taifun kommt wohl doch hierher.
Kenji:Na dann, Nanami du kümmerst dich am besten um den Windschutz für die Pflanzen,
Kenji:...und ich versuche inzwischen, den Schuppen wetterfest zu kriegen, okay?
Vielen Dank an Luna, die uns diese Szene neu übersetzt hat, nachdem der C1-EngSub nicht wirklich Sinn zu machen schien.

Nanami macht keine Anstalten, aufzustehen, und hat die rechte Hand auf ihrem Bauch; Kenji fragt besorgt:

Kenji:Hast du irgendwas?
Nanami:In letzter Zeit fühle ich mich ein bisschen...

Sie greift sich an den Bauch - die Blinddarmreizung zeigt erste Symptome.

Kenji:Alles in Ordnung mit dir?
Nanami:Ja, geht mir schon wieder besser.

Kenji vermutet die Ursache für Nanamis Zustand in zu viel Arbeit:

Kenji:Überanstreng dich nicht.

Mit Kenjis Hilfe kann Nanami aufstehen, und artig bedankt sie sich dafür:

Nanami:Danke schön.

Kenji hält Nanamis Hand lange in der seinen fest... die ganze Szene zeigt, wie sehr Kenji schon hier um Nanami besorgt ist. Umso mehr wird er sich später ins Zeug legen, wenn es richtig Ernst wird.


In Nanamis Cafe spielen Hikari und Misora Karten:

Misora:Dann zieh mal eine.
Hikari:Die da...
Hikari:...nein, die andere.
Hikari:Jawoll! Damit bin ich fertig.
Misora:Mist, schon wieder Letzte.

In diesem Moment fängt es schlagartig an, heftig zu regnen. Kurz danach stürmen Nanami und Kenji (mit Gemüsekiste) ins Cafe:

Nanami:Okaa-san, schnell, ein Handtuch!
Suzuka:Hallo, ihr beiden.

Misora bringt die Handtücher und meint:

Misora:Das gießt ja wie aus Kübeln.
Nanami:Und es hat auch ganz plötzlich angefangen.

Kenji schnappt sich ein Handtuch und trocknet erst mal Nanamis Haare:

Kenji:Hier...

Nanami genießt das Streicheln sichtlich; Kenjis Blick fällt auf Nanamis Haarspange - in diesem Moment erinnert er sich wieder an die Szene aus seiner Kindheit zu Beginn dieser Episode. Kenji stellt seine Bewegung ein; Nanami bemerkt nun, dass der Junge selbst noch patschnass ist.

Nanami:Du musst dich auch abtrocknen, Ken-chan.

Nanami setzt ihre Worte auch gleich in die Tat um, was das Publikum zu spitzen Bemerkungen verleitet:

Misora:Welch herzzerreißende Szene...
Hikari:Kaum sind sie hier, schon befummeln sie einander...

Das "Ehepaar" macht ein eher betretenes Gesicht, und Kenji macht einen lahmen Versuch eines Dementis:

Kenji:Stimmt doch überhaupt nicht...

Jetzt stimmt selbst Suzuka (der die "gemeinsame Übernachtung" der beiden in Episode 10 die Augen geöffnet haben könnte) in den Chor der Spötter mit ein:

Suzuka:Ihr braucht gar nicht so zu tun.
Misora:Wir wissen eh alle Bescheid, was zwischen euch läuft.
Misora:Nicht wahr?
Hikari:Nicht wahr?
Suzuka:Nicht wahr?

Kenji und Nanami sind nicht wunschlos glücklich über den Ausgang der Szene...

Kenji:Also echt...
Nanami:Ihr alle?

... aber dann sehen sie einander in die Augen und müssen doch irgendwie lachen.


Der Wind rüttelt an den Fensterläden, was Misora zu einem Themenwechsel veranlasst:

Misora:Ach ja, das Fenster oben ist noch offen.
Misora:Mist, das muss ich sofort zumachen...
Suzuka:Ich denke, ich sollte auch mal nach unserem Haus sehen.
Kenji:Dann sollten wir am besten gleich alle nach Hause gehen.

Kenji redet zwar mit Suzuka, wendet sich aber Nanami zu, um ihr gegenüber sein Verschwinden zu entschuldigen, und die nickt seinen Vorschlag ab:

Nanami:Okay.

Suzuka, Hikari und Kenji haben die Tür ihres Hauses erreicht; Kenji sorgt sich natürlich wieder um Nanami (insbesondere mit der Erinnerung an das frühere Unwetter) und ruft seiner Freundin (die ja "alleine nichts zustande kriegt", wie er Hiromi auf dem Schulausflug erzählt hat) zu:

Kenji:Nanami, kommst du alleine zurecht?
Nanami:Kein Problem.
Nanami:Tschüss.

Nanami kontrolliert nacheinander die Fenster aller Zimmer ihres Hauses:

Nanami:Also: Diele, Bad, Küche, Mutters Zimmer, und als Letztes...
Nanami:Mein Zimmer.
Nanami:Alles dicht.

Nanami schließt ihre Zimmertüre - und plötzlich ist der stechende Schmerz in ihrem Bauch wieder da...

Nanami:Aua...

Sekunden später geht das Licht aus. Nanamis Haarspange leuchtet im Dunkel - vermutlich noch ein Effekt vom Haare trocknen durch Kenji. Das Licht geht kurz darauf wieder an - und dann endgültig aus. Also mal wieder ein Stromausfall.

In seinem Zimmer hat Kenji derweil seine Schreibtischschublade geöffnet, in welchem in einer kleinen Schachtel die blaue Fisch-Haarspange von Hiromi seit vielen Jahren auf ihren Einsatz wartet...


Kenjis Gedanken schweifen zurück zur Rückfahrt von der gemeinsamen Tour in Episode 10, als sein zuvor defektes Motorrad gerade wieder angesprungen war:

Kenji:Na also!

Kenji hatte Nanami ihren Helm gereicht, wobei sein Blick auf deren gelbe Haarspange gefallen war:

Kenji:Hm, die sieht inzwischen ganz schön abgenutzt aus.
Nanami:Ich trage sie ja auch schon eine Ewigkeit.

Kenji stichelt ein bisschen:

Kenji:Willst du sie nicht langsam mal wegwerfen?

Aber Nanami antwortet geradezu todernst - der gelbe Fisch ist für sie viel mehr als ein Gebrauchsgegenstand:

Nanami:Das tue ich auf keinen Fall.
Nanami:Denn... diese Haarspange ist nämlich sehr wichtig für mich.

Nun beginnt Kenji, seine künftige Schenkung vorzubereiten:

Kenji:Was hältst du davon, wenn wir ihr einen neuen Freund verschaffen?
Nanami:Einen neuen Freund?
Kenji:Ja, sie muss sich doch einsam fühlen, so ganz allein...
Nanami:Hm, ich verstehe kein Wort...
Kenji:Na, dann lass dich mal überraschen.
Nanami:Gerne!

Seit dieser Szene steht fest, dass Kenji seiner Nanami nun endlich die blaue Haarspange schenken wird. Es fehlt nur noch die passende Gelegenheit - eine Liebeserklärung, beispielsweise...


Der heulende Wind reißt Kenji aus seinen Gedanken:

Kenji:Hoffentlich ist bei Nanami alles in Ordnung...

Kenji nimmt den blauen Fisch aus dem Kästchen und steckt ihn in die Hosentasche.

Kenji:Ich kann das nicht in alle Ewigkeit vor mir herschieben...

Kenji überlegt also endlich, den nächsten Schritt zu tun und Nanami die Haarspange feierlich zu überreichen. Genau in diesem Moment hört er Nanamis Stimme von draußen...

Nanami:Hallo-o!
Kenji:Hm? Was ist denn jetzt wieder...?

Kenji geht zum Fenster, schiebt den Vorhang zur Seite - und sieht zu seinem Entsetzen Nanami auf dem Geländer kauern, bereit für einen Sprung!

Nanami:Eins, zwei...

Kenji reißt das Fenster auf und versucht, das Mädchen noch davon abzuhalten...

Kenji:Nanami!

...doch es ist bereits zu spät:

Nanami:Hops!

Leicht wie eine Feder schwebt Nanami über den Abgrund, trifft mit ihrem Fuß genau das Geländer und ergreift Kenjis ausgestreckte Hand, um in Zeitlupe zu landen. (Etwas übertrieben, diese Animation...) Nanami sagt nichts über die Schmerzen, welche sie zu dieser Wahnsinnsaktion getrieben haben - mit unschuldiger Stimme beschwört sie die Erinnerungen ihrer Kindertage:

Nanami:Wollen wir was spielen?

Kenji ist erschrocken und wütend - aber angesichts Nanamis süßen Lächelns schmilzt sein Zorn wie Eis im Sommer. Wie soll er diesem Mädchen böse sein?


In seinem Zimmer beschließt Kenji, auf Nanamis 'Laune' einzugehen:

Kenji:So, so... du bist also hier, um zu spielen.

Nanami dreht die Rollen um und spielt nun Kenjis Beschützerin (ihre Worte passen zudem zu Kenjis Worten über die zweite Haarspange vorhin):

Nanami:Ich dachte, du bist bestimmt einsam so ganz allein...

Nun endlich poltert Kenji los, um seinem Herzen Luft zu verschaffen, und versetzt Nanami strafend ein paar Kopfnüsse:

Nanami:Autsch!
Kenji:Weißt du eigentlich, wie gefährlich das war?
Nanami:Aber Ken-chan, du machst das doch auch ständig...

Doch wie bei Hikari in Episode 6 lässt Kenji keine Widerrede gelten:

Kenji:In Zukunft lässt du das gefälligst bleiben!

Nanami gibt auf und will nur noch die Bestrafung beendet sehen:

Nanami:Ich hab's ja verstanden...
Kenji:Also echt...

Kenji hat sich wieder beruhigt und wechselt von Kopfnüssen zum Streicheln - und Nanami nimmt es erfreut zur Kenntnis.


Kenji sitzt auf seinem Bett, Nanami dagegen betrachtet durchs Fenster das Unwetter:

Nanami:Der Regen wird immer schlimmer.
Kenji:Sieht so aus.
Nanami:Ob der Strom wieder ausfallen wird?
Kenji:Kann schon sein.

Nanami setzt sich neben Kenji auf dessen Bett:

Nanami:Ich mag es aber nicht, im Dunkeln zu sitzen.

Schutz suchend rutscht Nanami näher zu Kenji hin und schmiegt sich an diesen. Mit dieser Vorbereitung versucht sie, einen Wunsch zu äußern:

Nanami:Ach ja! Sag mal...

Kenji wird die Situation zu heiß und er versucht, Nanami den Wind aus den Segeln zu nehmen:

Kenji:Ich denke, du solltest jetzt nach Hause gehen.
Nanami:Aber ich hab doch noch gar nichts gesagt...

Nanami kniet sich bittend vor Kenji hin - und der kennt seine Pappenheimer inzwischen:

Kenji:Ich kenn dich doch. Du willst was von mir, nicht wahr?

Nanami sieht sich durchschaut:

Nanami:Stimmt...
Kenji:Und zwar?
Nanami:Sag mal, darf ich heute hier übernachten?

Kenji fällt aus allen Wolken:

Kenji:Wie bitte?
Kenji:Und wovon träumst du nachts?

Nanami quengelt weiter:

Nanami:Wieso denn nicht?

Kenji seufzt - und gibt nach.

Kenji:Also gut. Aber nur wegen des Taifuns, ausnahmsweise.

Nanami hat, was sie wollte - und ihr Spieltrieb bricht sich sofort wieder Bahn:

Nanami:Ist das eine neue Spielregel?
Kenji:Das ist ganz schön lange her...
Nanami:Stimmt.

Genau in diesem Moment kracht direkt über dem Haus ein mächtiger Donnerschlag - und nun fällt natürlich doch wieder der Strom aus... Nanami erschrickt und wirft sich Kenji in die Arme, woraufhin der Junge erschrocken auf das Bett fällt und Nanami auf ihn... Kenji sieht ihre Haarspange im Dunklen leuchten und versucht, die peinliche Situation durch Konversation zu überspielen:

Kenji:Das war ganz in der Nähe...

Nanami erkennt, dass Kenji auf die Situation nicht eingehen will, und zieht sich vorsichtig zurück:

Nanami:Ähm, ja... tut mir leid.

Aber sie bleibt über Kenji gebeugt und gibt sich einmal mehr ihren Erinnerungen hin:

Nanami:Der Strom ist ausgefallen...
Kenji:Ja, das passiert jedes Mal.

Jetzt, wo die unmittelbare "Bedrohung" durch Nanami aufgehoben ist, nimmt Kenji die Konversation wieder auf:

Kenji:Er leuchtet immer noch.
Nanami:Ja.

Nun geht Nanami beiseite und legt sich neben Kenji aufs Bett:

Nanami:Er wird nie aufhören, zu leuchten.

Schweigend liegen die beiden eine Zeitlang nebeneinander, bis Kenji beschließt, in die Realität zurückzukehren:

Kenji:Ganz schön finster hier, ich gehe mal 'ne Kerze holen.

Nanami legt ihre Hand auf die seine - sie will nicht, dass er sie jetzt alleine lässt. Doch Kenji beruhigt sie:

Kenji:Bin gleich wieder da.

In diesem Moment zuckt der Schmerz wieder durch Nanamis Bauch:

Nanami:Aua...

Kenji war schon fast an der Türe, doch er hat bemerkt, was los ist:

Kenji:Was ist mit dir, Nanami?

Nanami streitet ihren Schmerz noch immer ab:

Nanami:Alles in Ordnung...

Aber sie atmet dabei heftig - und Kenji erinnert sich an die Szene im Garten:

Kenji:Fühlst du dich nicht wohl?
Kenji:Hast du immer noch Schmerzen?

Nanami spielt ihre Lage immer noch herunter:

Nanami:Ein bisschen...

Doch Kenji ist alarmiert - dass Nanamis Lage schlimmer ist, als sie zugibt, hat er nun begriffen:

Kenji:Ich bringe dich sofort ins Krankenhaus!

Und Nanami krümmt sich nun vor Schmerzen auf dem Bett...


Im Wohnzimmer unterhalten sich Suzuka und Hikari über das Wetter:

Suzuka:Da, der nächste Donnerschlag!
Hikari:Ich finde das echt cool.

Kenji taucht im Wohnzimmer auf und greift sofort nach dem Mobiltelefon:

Suzuka:Onii-chan?
Hikari:Was ist denn? Du siehst ja so gehetzt aus.

Kenji bekommt keine Verbindung und wirft das Handy wütend auf den Boden - die beiden Mädchen sind nun ernstlich besorgt. Kenji steht inzwischen vor dem normalen Telefon, doch das funktioniert ebenfalls nicht:

Kenji:Scheiße!
Suzuka:Onii-chan, ist was passiert?
Hikari:Was ist denn in dich gefahren?

Kenji hat weder Zeit noch Lust auf Erklärungen:

Kenji:Halt die Klappe! Wenn Nanami...

Hikari ist überrascht:

Hikari:Nanami ist hier!?

Denn wäre Nanami durch die Haustür gekommen, dann hätte sie das vom Wohnzimmer aus vermutlich mitbekommen.

Kenji:Wenn Nanami etwas zustößt, dann...

Kenji ist voll in Panik. Hikari kann in Krisensituationen sehr vernünftig sein und 'beruhigt' ihren Cousin erst mal (auf ihre übliche Art):

Hikari:Kenji, reiß dich zusammen!
Hikari:Also, was ist jetzt mit Nanami?

Kenji führt die beiden Mädchen in sein Zimmer, wo Nanami inzwischen vor Schmerzen wimmert:

Hikari:Was hat sie denn?
Kenji:Sie hat plötzlich Schmerzen bekommen, als wir uns unterhalten haben.
Hikari:Sollten wir dann nicht einen Krankenwagen...
Kenji:Wie denn, wenn das Telefon nicht geht?!
Suzuka:Ausgerechnet jetzt...

Kenji sucht fieberhaft nach einem eigenen Transportmittel:

Kenji:Richtig, mein Motorrad...

Aber Hikari hat einen berechtigten Einwand:

Hikari:Spinnst du?
Hikari:Glaubst du allen Ernstes, sie kann sich in diesem Zustand auf dem Rücksitz deiner Maschine halten?

Das war's also nicht:

Kenji:Verdammter Mist!
Kenji:Ich kann doch nicht einfach zusehen, wie Nanami...

Nanami öffnet ihre Augen, blickt Kenji an - und dieser erinnert sich plötzlich an etwas:

Nanami:Mit dem Karren geht das doch ganz einfach.
Nanami:Nehmen wir doch den Karren dafür!
Nanami:Endlich ist der Karren mal zu etwas nützlich!
Kenji:Ja, so könnte es funktionieren...

Hikari und Suzuka warten mit Nanami in der Garage, während Kenji den Karren holt (aus einem Abstellraum neben dem Cafe).

Hikari:Und auf dem Ding willst du sie den ganzen langen Weg bis ins Krankenhaus transportieren?

Kenji schiebt den Karren in die Garage:

Kenji:Wenn dir was Besseres einfällt, immer raus damit.
Hikari:Leider nicht...

Die Mädels helfen der in eine Decke gehüllten Nanami auf den Karren.

Kenji:Bitte sagt inzwischen ihrer Mutter Bescheid.
Suzuka:Machen wir!
Hikari:Machen wir!
Kenji:Also Nanami, du musst jetzt die Zähne zusammenbeißen.
Nanami:Okay.

Und Kenji stapft hinaus in den Regen... ob er nicht besser wieder das Motorrad vor den Karren gespannt hätte? Vor der Tour hat er Nanami plus Gemüseernte doch auch auf diese Weise erfolgreich transportiert.


Kenji muss gegen den Wind ankämpfen, als er den Karren die Uferpromenade entlang zieht. Nanami scheint fast mehr Sorge um Kenji zu haben als um ihren eigenen Zustand, doch schließlich kann sie sich nicht mehr aufrecht halten. Kenji kann nichts tun, als ihr Mut zuzusprechen:

Kenji:Halte durch, wir sind gleich da.
Nanami:Okay.

Und tatsächlich taucht vor den beiden ein rotes Licht (möglicherweise ein Hubschrauber-Landesignal?) auf dem Dach des Krankenhauses auf...


Im Krankenhaus sitzt Kenji auf einer Bank und blickt immer wieder auf das rote Licht über dem Eingang zum Operationssaal. Er zieht die blaue Haarspange, die er Nanami nun endlich geben wollte, aus seiner Tasche und erinnert sich an die Szene im Garten:

Nanami:Einen neuen Freund?
Nanami:Hm, ich verstehe kein Wort...
Nanami:Gerne!

Zusätzliches DVD-Material (mit Rückblicken in Kenjis und Nanamis Kindheit):

1. Nanami sitzt vor dem Fernseher und schaut sich eine "Magical Girl Show" an:

Fernsehen:Oh, was soll ich nur tun?
Fernsehen:Bist du in Schwierigkeiten?
Fernsehen:Und los geht's!
Fernsehen:Pinpure... Panpure... Lolipope!
Nanami:Pinpure... Panpure... Lolipope!

2. Nanami bewundert die Sandburg, welche Kenji am Strand gebaut hat:

Nanami:Es muss schwer sein, es so schön zu machen.

3. Kenji hat beim Spielen der Kinder als Einziger kein Bento dabei:

Suzuka:Nein. Das ist meins.
Nanami:Ken-chan, wenn du willst, gebe ich dir was von mir. Es ist nicht gut, den ganzen Tag zu hungern.

4. Nanami hilft Kenji bei den Hausaufgaben:

Nanami:Ken-chan, das habe ich dir doch gestern erklärt.
Nanami:Hast du es schon wieder vergessen?

5. Nanami und Kenji beim Abschlussfoto (vermutlich der Mittelschule); Nanami rückt Kenjis Krawatte zurecht:

Nanami:Oh, komm schon. Du musst in die Kamera schauen!

6. Nanami kommt an Kenjis Bett, um diesen zu wecken:

Nanami:Hallo, Ken-chan. Es ist Morgen. Steh auf!

7. Und zuletzt - eine weinende Nanami:

Nanami:Ken-chan...

Kenji (eingewickelt in eine Decke) hat die ganze Nacht auf dieser Bank verbracht, als er am nächsten Morgen von einer ihm wohlbekannten Stimme geweckt wird:

Mutter:Tomosaka-kun?

Es ist Nanamis Mutter, die von Kenji mit "Tante" angeredet wird (so wie Nanami Herrn Tomosaka "Onkel" nennt):

Kenji:Oba-san...
Kenji:Was ist mit Nanami?
Mutter:Der Arzt sagt, es war eine Blinddarmentzündung, aber sie hat alles gut überstanden.
Mutter:Wir können dir gar nicht genug danken für deine Hilfe.
Kenji:Also deshalb diese Schmerzen...

Etwas später ist Nanami fit genug für einen ersten Besuchstermin:

Kenji:Nanami...!

Nanami ist hocherfreut über den Besucher, aber auch sie weiß nicht, wie sie sich bedanken soll - und vermutlich ist ihr bewusst, dass sie selbst zu ihrer Lage massiv beigetragen hat (durch das Verschweigen ihrer Schmerzen). Schuldbewusst blickt sie ihren Retter an:

Nanami:Ken-chan!
Nanami:Also, äh...

Doch Kenji setzt sich neben sie - und nimmt sie plötzlich ganz fest in beide Arme.

Nanami:Ken-chan...

Nanami spürt in der Umarmung, wie Kenji zittert:

Nanami:Du weinst ja?

Kenji versucht, seine ungeheuere Erleichterung zu verbergen, und lässt das alte Kinderspiel der beiden wieder aufleben:

Kenji:Dafür schuldest du mir einen Gefallen.
Kenji:Das war dann wohl der siebenundvierzigste, stimmt's?
Kenji:Wenn du nicht aufpasst, überhole ich dich noch.

Nanami ist erleichtert und hat nun selbst ebenfalls Tränen in ihren Augen:

Nanami:Stimmt.

Kenji legt gleich noch eins drauf in seiner Fürsorge:

Kenji:Ich kümmere mich um den Garten, bis du wieder auf den Beinen bist.

Nanami ist gerührt und umarmt ihren Kenji nun ebenfalls:

Nanami:Fein.

Als Kenji (mit Nanamis Strohhut auf dem Kopf) im Garten ankommt, muss er erkennen, dass der Taifun dort ziemlich wüst gehaust hat:

Kenji:Na, dann mal in die Hände gespuckt...

Während Nanami im Krankenhaus regelmäßig Besuch von den anderen Mädchen erhält, forstet Kenji den Garten wieder auf. Der Weg zum Garten führt über eine Landstraße, die wahrscheinlich von einem Erdrutsch in Mitleidenschaft gezogen wurde - entsprechende Schilder sind an der Baustelle sichtbar, und auch die Straßendecke zeigt deutliche Risse. Aber das eigentliche Problem hat noch niemand erkannt...

Kenji hat die Lage im Garten längst wieder im Griff, und Nanamis Mutter bringt ihrer Tochter von Kenji geerntetes Gemüse ans Krankenbett. Die Tage des Sommers verstreichen einer nach dem anderen - aber noch glauben die beiden Verliebten ja, alle Zeit dieser Welt zu haben...


Schließlich ist es soweit: Nanami wird aus dem Krankenhaus entlassen. Vor dem Eingang wartet bereits ein Empfangskomitee aus drei Mädchen:

Hikari:Ah, da sind sie ja!

Denn Nanami wurde natürlich zuerst von ihrer Mutter abgeholt.

Suzuka:Nanami-onee-chan, herzlichen Glückwunsch zur Genesung.
Hikari:Herzlichen Glückswunsch!
Misora:Herzlichen Glückswunsch!
Nanami:Vielen Dank auch.

Hikari wechselt zu ihrem liebsten Hobby, nämlich Lästern:

Hikari:Übrigens: Wieso ist eigentlich dieser Kenji nicht hier?
Hikari:Wo der sich wohl wieder herumtreibt, diese treulose Tomate...
Suzuka:Zuhause war Onii-chan heute jedenfalls nicht.
Misora:Und im Cafe habe ich ihn in letzter Zeit auch kaum gesehen.

Aber Nanami erinnert sich an Kenjis Versprechen, sich um den Garten zu kümmern:

Nanami:Ich glaube, ich weiß, wo er ist...

Hikari interessiert sich aber zunächst mal für das Erfreuliche:

Hikari:So, dann mal los. Wir müssen doch deine Genesung feiern.

Und tatsächlich ist Kenji am Werkeln im Garten. Er hat nämlich endlich einen Weg gefunden, Nanami die blaue Haarspange zukommen zu lassen, ohne ihr dabei in die Augen sehen zu müssen:

Kenji:So, das wäre erledigt.
Kenji:Jetzt aber ab ins Krankenhaus und Nanami abholen...

Kenji schwingt sich auf seine Maschine, braust davon - und direkt vor ihm bricht die vom Unwetter unterspülte Straße ein! Kenji fabriziert einen gewaltigen Crash...

Da bekommen die Worte "ab ins Krankenhaus" gleich eine ganz andere Bedeutung. ;-)

Nach der Willkommensfeier will Nanami endlich zu ihrem Kenji und ist deshalb in den Garten gekommen:

Nanami:Ken-chan?

Dieser ist nicht zu sehen - aber sämtliche Pflanzen im Garten sind in erstklassigem Zustand, keinerlei Unwetterspuren sind zu sehen! Nanami strahlt entsprechend.

Nanami:Ken-chan?

Nanami blickt sich um und entdeckt die beschriftete Wassermelone mit Hut und daran festgeklebter blauen Haarspange, welche sie sofort zu ihrem "Freund" in ihr Haar steckt. Nun fehlt nur noch der Hauptakteur dieser Episode:

Nanami:Ken-chan?
Nanami:Wo steckst du denn?

Doch diese Frage wird erst in der abschließenden Episode geklärt werden.


Epilog (Nanami fasst die Handlung der gesamten Serie zusammen, wie schon der ED-Song das getan hatte):

Nanami:Seit unseren Kindertagen schulden wir einander zahlreiche Gefallen.
Nanami:Jeder einzelne davon ist eine kostbare Erinnerung, die uns beide verbindet.

Und ohne einen erreichbaren Kenji werden Erinnerungen alles sein, was Nanami geblieben ist...

Nanami:Ich dachte immer, wir hätten alle Zeit der Welt für uns.

Jetzt kommen wir endlich dazu, den ED-Song zu verstehen - dieser spezielle Sommer ist für die beiden Liebenden viel zu schnell vergangen. Und das Horoskop, welches Hikari im Cafe vorgelesen hatte, hat sich praktisch exakt erfüllt...

Nanami:Der Abstand zwischen uns beiden blieb stets derselbe.

Und das, obwohl Hiromi beide eindringlich aufgefordert hatte, dies zu ändern!

Nanami:Diese Erinnerungen sind das Kostbarste, was ich je besitzen werde.
Nanami:Doch stattdessen...

...hätte sie lieber den realen Kenji als lediglich Erinnerungen an ihn - nun ist sie in derselben Situation wie Hiromi.

Nanami:Nächste Mal bei Lamune: 100 erwiesene und 100 geschuldete Gefallen
Nanami:Ken-chan, möchtest du wissen, was ich mir von dir wünsche?

Wahrscheinlich dasselbe wie Yuuichi von Ayu in Kanon...